Blown away by Patagonia

Manchmal weiß ich gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll - da wären ein paar zusätzliche Augen recht hilfreich. Gefunden an einem Bushäuschen kurz vor Bariloche.

Manchmal weiß ich gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll – da wären ein paar zusätzliche Augen recht hilfreich. Gefunden an einem Bushäuschen kurz vor Bariloche.

Im Englischen gibt es diese wunderbare Wendung „I’m blown away by …“. Übersetzt heißt das so etwas wie „ich bin total überwältigt von …“. Ich möchte den heutigen Blogbeitrag gerne mit eben dieser Wendung beginnen, denn kein deutscher Satz fängt meine Empfindungen besser ein als „I’m blown away by Patagonia“. Vor allem deshalb, weil es ein Satz mit zwei Aussagen ist, denn einerseits bin ich überwältigt ob der schier unbeschreibbaren Schönheit der hiesigen Landschaft, andererseits „bläst“ {= to blow) mich der patagonische Wind aber auch hin und wieder regelrecht und im Wortsinne „away“.

Und so kommt Patagonien als ein Landstrich mit zahlreichen Gesichtern daher. Manche sind kuschelig herzererfüllend, manche sind verwirrend berührend, manche sind bittersüß fordernd – und fast alle sind derart gefühlsintensiv, dass mir im Grunde genommen die Worte fehlen. Ich bin eben „blown away by Patagonia“.

Patagonien wirbt für sich - muss es aber eigentlich gar nicht.

Drei Viertel der Tour liegen hinter uns, ein Viertel ist noch zu bewältigen. Quito erscheint wie eine ferne Erinnerung aus der Vergangenheit, die kaum verbunden ist mit dem, was wir gegenwärtig durchleben und durchfahren. Auch weil Quito/Ecuador so anders, so gegensätzlich und so aufregend war. Damals lagen 11.000 Kilometer durch exotische Länder, durch dünne Höhenluft und durch eine wilde Bergwelt vor uns. Nun stecken wir knapp 3.000 Kilometer vor dem Ziel in der Weite und Einsamkeit Patagoniens und kurbeln uns durch Landschaften, die mit denen Ecuadores oder Perus wenig gemeinsam haben. Selbst die verbindende Klammer einer stringenten Kultur – wie wir sie 2011 bei der Tour d`Afrique hatten – fehlt hier. Argentinien fühlt sich an vielen Stellen wie ein europäisches Land an, und mit unserer bunten Kleidung und den hochgestylten Rädern erregen wir – im Gegensatz zu den nördlichen Ländern – kaum noch Aufregung. Zumal wir auch immer wieder einheimischen Rennradlern oder Mountainbikern begegnen, sportlich ambitionierte Radfahrer also zum gewöhnlichen Straßenbild gehören. Das war in Ecuador, Peru und Bolivien wahrlich anders, und das war in Afrika definitiv von Kairo bis Kapstadt anders. Einziges verbliebenes Bindeglied – abgesehen vom Radeln und unserer Radelgruppe – ist die spanische Sprache, die ich allerdings zu meinem Leidwesen noch immer nicht ausreichend beherrsche. Stattdessen habe ich angesichts der numerischen Stärke der niederländischen Andes-Trail-Mitglieder eher das Gefühl, das mein Holländisch besser geworden ist, während mein Spanisch kaum über „kultiviert Stottern“ hinauskommt.

Der Wind, das ewige Thema Patagoniens.

Der Wind, das ewige Thema Patagoniens.

Aber kommen wir zur Hauptsache und damit zu den Dingen und Ereignissen, die uns in den letzten sechs Tagen auf dem Rad widerfahren sind. Es war eine klassische Woche mit zwei Hälften: die erste knüppelhart und fordernd, die zweite zartbitter und belohnend. Los ging es mit 161 Kilometern von Chos Malal nach Las Lajas, einer recht unscheinbaren Siedlung an der Ruta 40. Mir hatte der Pausentag in Chos Malal offenbar gut getan, denn ich war vom Start weg im vorderen Feld dabei und fuhr die 161 Kilometer in 6:09:15 Stunden, was mir am Ende Platz drei hinter den beiden inzwischen verbissen um den Toursieg ringenden Alfred und James einbrachte. Irgendwie liegen mir wohl die etwas längeren Tage im welligen Terrain (1.265 Höhenmeter), und selbst der nervige Gegenwind auf den letzten rund 20 Kilometern konnte mir nichts anhaben. Durch meine frühe Ankunft im Ziel genoss ich einen angenehm sonnigen Nachmittag in einem angenehm schattigen Camp, was perfekt war für den zweiten Tag, denn der hielt gleich zwei heftige Prüfungen bereit. Zum einen mussten wir von 800 Meter auf weit über 1.800 Meter klettern, zum anderen führten die ersten rund 50 Kilometer gen Westen, und genau von daher weht in Patagonien für gewöhnlich der Wind. Gegenwind war also geradezu garantiert.

Aus diesem Gund fuhren wir ausnahmsweise sogar bereits um 7 Uhr los (die Startzeiten sorgen im Übrigen weiterhin für Unruhe und Unmut im Team, dazu später mehr) und pedalieren als recht großes Peleton, was bei Gegenwind immer eine gute Sache ist. Diesmal aber verfehlte es zumindest für mich den Zweck. Denn weil wir möglichst viele Radler vereinen wollten, blieb das Durchschnittstempo ziemlich gering, weshalb mir angesichts der frischen Morgentemperaturen und des kühlen Westwinds rasch kalt wurde. Nach knapp 20 Kilometern hatte ich genug von der Schleicherei und stellte mich alleine in den Wind, was zwar deutlich kraftaufwändiger war, mich aber gleichzeitig spürbar schneller vorwärtskommen ließ und mich zudem etwas erwärmte.

Der Wind war wirklich der Hammer. Manchmal brauchte es nur eine leichte Kurve in der Straße und ich stand plötzlich im vollen Gegenwind, wobei das Wörtchen “stand” doppelte Bedeutung erhielt. Knapp drei Stunden brauchte ich so bis zum Abzweig bei 52 Kilometer in Richtung Süden, wo die zweite Herausforderung wartete: eine Schotterpiste, die sich gemächtlich bis fordernd den Berg hinaufschraubte. Zur Belohung gab e seine Traumlandschaft. Schneebedeckte Gipfel überall um mich herum, wildlaufende Pferde, eine nahezu verkehrsfreie Piste – es war wie ein Ausflug ins Paradies. Höhepunkt war der Lago Aluminé, der schlagartig vor meinen Augen auftauchte und mich abrupt zum Stoppen brachte. Glasklares und kristalblaues Wasser, in dem sich die Schneegipfel der umliegenden Berge spiegelten – ein wahrlich herzerwärmender Anblick. Mittendrin die Bahía de los Sueños, die Bucht der Träume, ein Name, der wohl an kaum einem anderen Ort der Welt angemessener scheint.

Lake Aluminé

Lake Aluminé

Hier geht es zur "Bucht der Träume".

Hier geht es zur „Bucht der Träume“.

Nicht so traumhaft war inzwischen allerdings die Piste, die aus einem lockerem Schotterbett bestand, was mir auf dem Rad das Gefühl vermittelte, ich würde durch frischen Tapetenkleister fahren. Jede Kurbeldrehung brauchte zusätzliche Kraftanstrengung, und so war ich ziemlich froh, als ich nach insgesamt 114 Tageskilometern endlich wieder auf Asphalt stieß und die verbliebenen 15 Kilometer über “rolling hills” zum Camp pedalieren konnte. Mit 7:19:13 Stunden war es für mich der (bislang…) längste Tag auf der gesamten Tour.
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Im Peleton mit meiner „sister“ Michelle. Was es mit der „sister“ auf sich hat, erzähle ich später im Buch

Tags darauf ging es weiter im Paradies. Nach 70 Kilometern entlang eines Flussbettes stand ein 400-Meter-Anstieg an, der mit seiner rauen Oberfläche nicht allzu leicht zu bezwingen war. Abermals belohnte die Landschaft für die Anstrengungen. Gritzgelbe Ginsterbäume verliehen der recht trockenen Hügelwelt lustige Farbstupfer, die allgegenwärtigen Pferde Patagoniens steuerten eine gehörige Portion Neugierde bei und die Ursprünglichkeit der Gegend mitsamt der mal wieder eindrucksvollen geologischen Formationen ließ philosophische Gedanken über die Entwicklung der Welt aufkommen. Mit anderen Worten: ein weiteres Naturspektakel auf zwei Rädern. Aber Patagonien hat viele Gesichter. Kaum hatte ich eine kleine über den Río Aluminé führende Brücke überquert und war auf Asphalt zurückgekehrt, sah es plötzlich aus wie in den Alpen: sanfte, gritzegrüne Hügel, bunte Blumen zu allen Seiten, gemütlich grasende Kühe auf den Weiden. Und eine wellige Piste mit fordernden Anstiegen, die in Spitzen zehn Prozent erreichen konnten. Wieder mal stand ich einfach nur staunend da und war “blown away by Patagonia”.

in the middle of nowhere

in the middle of nowhere

Damit war die erste Hälfte der Woche rum, und die zweite versprach schon auf dem Papier einiges an dringend notwendiger Erholung. 90, 61 und 86 Kilometer lauteten die Tagesaufgaben – dafür, dass wir seit knapp zwei Monaten täglich eigentlich immer deutlich über 100 Kilometer unter die Pneus genommen hatten, waren das geradezu paradiesische Zahlen. Zudem gab es kein Timing, war die Stimmung im Team also ebenfalls entspannt. Optisch tauchten wir immer tiefer in die Seenwelt Patagoniens ein. Zunächst führte uns die Ruta des 7 lagos nach San Martín de los Andes, einem herrlich an einem See gelegenen Touristennest, das mit seinen Holzhütten, Cafés und Bootsverleihen auch in Österreich oder Bayern stehen könnte. Von dort ging es über schicke Serpetinien zum Lake Faulkner, an dessen Ufern wir campierten und eine geradezu entrückende Erfahrung machten. Einziger Minuspunkt an einem perfekten Tag war das Wetter, das uns anfangs und am Ende mit Gegenwind ärgerte und zum Nachmittag Wolken schickte, die die Temperaturen spürbar sinken ließen. So blieb uns leider auch der als “großartig” angepriesene Sonnenuntergang am See verwehrt, verweilten wir stattdessen in einer campingplatzeigenen beheizten Hütte und ließen uns den Wein schmecken.

Einer der 7 lagos (der bei San Martín de los Andes)

Einer der 7 lagos (der bei San Martín de los Andes)

Die beiden darauffolgenden Tage bis nach Bariloche sah uns zurück auf der Ruta 40, die in welligem Profil an diversen Seen entlangführte und so manch steile Rampe von 12 bis 14 Prozent in petto hatte. Nach all der Quälerei und Schufterei der letzten Wochen fühlten sich die beiden Tage dennoch wie Urlaub auf dem Fahrrad an, und die schön anzusehende Landschaft verstärkte diesen Eindruck noch. Allerdings zeigte uns Patagonien auch ein weiteres seiner offenbar unzähligen Gesichter, denn zugleich fanden wir uns plötzlich mitten in einer touristisch überfrachteten Gegend wieder. Souvenirläden an jeder Ecke, Cafés, Markenshops und Hotels überall, dichter Verkehr, rüde LKW-Fahrer – das ganze Programm. Insbesondere auf den letzten 50 Kilometern nach Bariloche musste der seit Bolivien pausierende erhobene Mittelfinger der rechten Hand wiederholt zum Einsatz kommen, um dem Unmut über fehlenden Seitenabstand Luft zu machen.

Bariloche - hat es seine Seele an McDonalds und Co. verkauft?

Bariloche – hat es seine Seele an McDonalds und Co. verkauft?

Mit Bariloche haben wir vermutlich den “perfekten” Pausenort nach einer Woche voller intensive Natureindrücke gefunden, den Bariloche hat uns regelrecht mit einem Ruck aus den Träumen gerissen und uns in die Wirklichkeit zurückbefördert. Ein Ort am See, der wie eine Kopie von St. Moritz daherkommt. In den Straßen von Bariloche dominieren 5-Sterne-Hotels, Banken, Designershops, poshe Cafés und noble Restaurants. Alles ist hier fast doppelt so teuer wie überall sonst, und eine “Seele” sucht man vergeblich. Stattdessen haben die Stadtväter sogar ihre Straßenschilder an McDonalds verkauft, der natürlich mitten drin ebenfalls eine Filiale aufweist. Auf den Straßen flanieren Menschen allerlei Kulturen, wobei Einheimische eher selten zu erblicken sind. Statt dessen Japaner, Chinesen, Koreaner, Europäer, Nordamerikaner. Die liebgewonnenen südamerikanischen Märkte fehlen ebenso wie die kleinen Kioske, in denen man alles lebensnotwendige für eine Handvoll Pesos erwerben kann. Schade für all die Touristen, die aus fernen Ländern hierherkommen und mit einem Bild von Südamerika zurückkommen, das in meinen Augen und nach über 8.000 Kilometern auf dem Rad schreiend unvollständig ist.

wpid-img_20141113_1302032.jpg.jpegMir bescherte Bariloche indes ein aufregendes Abenteuer, als ich nämlich die örtliche „Libreria Cultura“ betrat und mir mit meinem Stotterspanisch die vorliegenden Bücher über Fußball zeigen ließ. Ich hatte Glück, denn ich traf auf einen sachkundigen und engagierten Verkäufer, der sich große Mühe gab, mir in verständlichem Spanisch alles zu zeigen, was der Laden so zu diesem Thema zu bieten hatte. Und das war eine gewaltige Menge! Rund 20 Bücher türmte er schließlich um mich herum auf, lud mich ein, sie gemütlich zu studieren und das herauszusuchen, was für mich passend ist. Ich fand schließlich jenes, das mich wirklich interessierte, nämlich ein Werk über die Sozialgeschichte des Fußballs in Argentinien. Ein Grund mehr, nun langsam mal mein Spanisch zu verbessern. Toll war auch das abschließende Gespräch mit dem Verkäufer und gleich zwei Kunden über das (hier unvermeidliche) Thema WM-Finale 2014, bei dem wir zu der gemeinsamen Überzeugung kamen, dass Deutschland als Team besser funktionierte und Argentinien eben vor allem (nur?) Messi hatte. Als ich dann auch noch erzählte, womit ich in Deutschland meine Brötchen verdiene, war der Verkäufer vollends Feuer und Flamme und hätte mir wohl am liebsten gleich eine Übersetzung meiner Bücher ins Spanische angeboten. Insgesamt eine tolle Erfahrung, die mich trotz meiner mangelhaften Sprachkenntnisse stolz aus dem Laden schweben sah.

Nun noch kurz zu einem Thema, das uns seit dem Eintritt nach Argentinien “verfolgt”: die Diskussion um die morgendliche Startzeit. Tourleiter Rob verfolgt die in meinen Augen – und nach meinen Erfahrungen – absurde Theorie, je später desto besser. So hatten wir in dieser Woche sogar einen Tag, an dem wir erst um halb Zehn auf die Straße gingen. Heute nun erfuhr ich durch Zufall, dass die eigentlich vereinbarte Regelung “sieben Uhr Frühstück, acht Uhr Abfahrt” abermals gekippt wurde. Nun heißt es wieder “acht Uhr Frühstück, neun Uhr losfahren”. Begründet wird dies mit “kühlen Temperaturen am Morgen”. Nicht nur in meinen Augen unverständlich, zumal die größte Herausforderung in Patagonien der Wind ist, und der frischt erfahrungsgemäß im Laufe des Tages auf. Schon vor zwei Jahren gab es offenbar Diskussionen um die Startzeiten, wobei man da in der Regel um 8 losfuhr (so entnommen einem noch online stehenden Blog eines damaligen Teilnehmers). Und schon damals stand Teamchef Rob offenbar in der Kritik, heißt es in einem Eintrag seinerzeit: “For reasons only known to Rob we started at 9 instead of the usual 8”. Inzwischen sprengt das Thema das Team, denn selbstverständlich hat jeder Teilnehmer seine eigene Meinung dazu, und statt mit klaren und deutlichen Anweisungen für Ruhe zu sorgen, bringt die Tourleitung das Thema durch ständige Wechsel der Startzeiten immer wieder neu auf den Tisch. In meinen Augen keine souveräne Führungsleistung und für mich persönlich ein wirkliches Ärgernis, zumal die Kommunikation nicht zu den Stärken der Organisation zählt. Schade.

Vier Wochen noch, dann erreichen wir Ushuaia, und dieser Trip, der in vielerlei Hinsicht ein Traumtrip ist, geht zu Ende. Ich den Schlussspurt nutzen und kurz mal auf die Insignien auf meinem eigens für die Tour entworfenen Trikots eingehen. Die Firma Owayo bietet die Möglichkeit, eigene Trikot selbst zu gestalten und in einer Mindestmenge von fünf Exemplaren zu überschaubaren Beträgen herzustellen. Da ich ohnehin mindestens fünf Hemden für die Reise brauchte, nutzte ich die Gelegenheit für ein „Special-Tour-Jersey“, auf dem natürlich „The Andes Trail 2014. 11.000 Kilometer from Quito to Ushuaia“ prangt.

IMG_2411Das bot mir zugleich die Gelegenheit, ein Shirt nach meinen eigenen optischen Vorstellungen und Vorlieben zu kreieren. Fangen wir an mit dem blau-weiß gefelderten Grundmuster, das an das Spielkleid meines englischen Lieblings Bristol Rovers angelehnt ist. Natürlich prangt das Rovers-Logo mit dem Piraten da, wo es hingehört: nämlich auf dem Herzen. Der Reifenhersteller Schwalbe hat mich für The Andes Trail wohlwollend sowohl mit Mänteln als auch mit Schläuchen ausgestattet, was ihm zwei Plätze am Kragen des Shirts einbrachte. Ich möchte allerdings hinzufügen, dass ich auch ohne Materialsponsoring Reifen dieses Herstellers fahren würde, denn Schwalbes „Plus“-Serie ist für eine Tour wie diese hier schlicht perfekt. In meinem Gepäck befindet sich der Durano Plus als Slick für Asphalt, der Marathon Plus als Allrounder und der Mondial als Mittel der Wahl für die vielen Offroad-Sektionen vor allem hier unten in Patagonien. Bislang hatte ich zwei Reifenpannen, und die beide am ersten Tag auf dem Weg zum Mitad del Mundo. Nach rund 8.000 Kilometern kann man da wahrlich nicht meckern.

IMG_2404Der Verlag Die Werkstatt fährt als mein Medienpartner auf dieser Tour mit. Ich schätze das Werkstatt-Team seit rund 25 Jahren als verlässlichen und engagierten Partner und habe diverse Bücher unter dem Werkstatt-Logo veröffentlicht. Ging es darin eigentlich immer um Fußball, so wird im September 2015 erstmals ein Werk aus meiner Feder im Verlag erscheinen, das nur rudimentär mit Fußball zu tun hat: das Buch zur und über The Andes Trail! Ich freu mich drauf und hoffe, das Buch wird das Verlagsprogramm bereichern und perspektivisch möglicherweise sogar erweitern.

Ab Frühjahr 2015 am Start - Zeitspiel!

Ab Frühjahr 2015 am Start – Zeitspiel!

Kommen wir zum nächsten Logo, das ebenfalls mit einem Debüt verbunden ist – denn im März 2015 wird die erste Ausgabe von Zeitspiel erscheinen, einem neuen Magazin für Fußball-Zeitgeschichte, das Frank Willig (Nordsport) und ich künftig vierteljährig herausgeben werden. Darin wollen wir uns einerseits der Vergangenheit des Fußballs in allerlei Aspekten widmen und sie von vielerlei Blickwinkeln aus behandeln, andererseits aber auch beobachten und reportieren, was sich im aktuellen Fußball so tun. Allerdings werden wir diesbezüglich den „Kommerzfußball“ weitestgehend außen vor lassen und uns eher dem Fußball unterhalb jener mmedienintensiven Ebene widmen, auf der das Spiel (in unseren Augen) seit einiger Zeit ebenso massiv wie penetrant hochgejubelt wird. Wer ein bisschen mehr über das Projekt erfahren möchte: http://www.zeitspiel-magazin.de/zeitspiel-magazin-fuer-fussball-zeitgeschichte.html bzw. www.facebook.com/zeitspielmagazin

Fier d'etre Guingampais

Fier d’etre Guingampais

Zu meiner eigenen Website muss ich nun wahrlich keine Worte verlieren, also komme ich übergangslos zum „Tous ensemble, toujours En Avant“, das an den Seitenfeldern des Shirts für meinen französischen bzw. bretonischen Liebling En Avant de Guingamp wirbt. „Tous ensemble, toujours En Avant“ steht für „alle zusammen, immer En Avant“ und ist jener Slogan, den man im vergleichsweise kleinen Guingamp (8.000 Einwohner) seit einigen Jahren als Klubmotto pflegt. Ein Slogan, der in meinen Augen perfekt zu einem Verein, einer Stadt, einer Region, einer Fanszene passt, die mich seit nunmehr 20 Jahren faszinieren und begeistern.

Soviel zum Shirt, das mich auch in den kommenden vier Wochen begleiten wird, wenn es auch vermutlich an vielen der kommenden Tage unter der Winterjacke versteckt sein wird. Denn wir stehen vor zwar landschaftlich erneut herausragenden, wettertechnisch und pistenmäßig jedoch zugleich enorm herausfordernden Wochen. Asphalt wird in den kommenden rund 20 Tagen eine nur sporadisch zu befahrende Oberfläche sein, und was das Wetter betrifft, stehen uns vermutlich eher raue Tage mit Schnee, Wind und Regen sowie eisigen Temperaturen bevor. Genügend Gelegenheiten also für Patagonien, mich weiterhin „away“ zu „blowen“.

Ansonsten ist mein nächster Artikel für Die Zeit nun auch online anzuschauen. Reinklicken ausdrücklich erwünscht! http://www.zeit.de/reisen/2014-11/suedamerika-fahrradtour-argentinien-andes-trail. Und damit schalte ich um zur Bildersektion der Woche. Enjoy y hasta pronto, nusotros hardy cyclist.

 

Auf der staubigen Gravelroad nach dem Lake Faulkner

Auf der staubigen Gravelroad nach dem Lake Faulkner

Gemütliches pedalieren im Land der schneebedeckten Berge...

Gemütliches pedalieren im Land der schneebedeckten Berge…

Unser Luinchtruck im Einsatz.

Unser Lunchtruck im Einsatz.

Lunchstop am Campfeuer

Lunch am Campfeuer

Darf ich vorstellen: unser Lunchtrucktream Annelote - zugleich unsere Krankenschwester/Ärztin und Walter, nebenbei Truckdriver.

Darf ich vorstellen: unser Lunchtrucktream Annelot – zugleich unsere Krankenschwester/Ärztin – und Walter, nebenbei Truckdriver.

"keine Atempause..."

„keine Atempause…“

"... Geschichte wird gemacht"

„… Geschichte wird gemacht“

Denn mein Bike und ich wir lieben die Ruta 40!

…denn mein Bike und ich wir lieben die Ruta 40!

Polizeistation in Patagonien.

Polizeistation in Patagonien.

Argentinisches Verkehrsschild mit klarer Botschaft.

Argentinisches Verkehrsschild mit klarer Botschaft.

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Ein Kommentar

  1. Immer wieder schön, deine Geschichten über die Regionen die du durchradelst. Freu mich auf das Buch, hoffe allerdings, diesmal auch einer Lesung dabei sein zu können.
    Also weiterhin alles Gute!

    Stephan

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