Walking on sunshine

P1060407Wenn gestern „Singing in the rain“ angesagt war, hieß es heute „Walking on sunshine“. Und was für ein „sunshine“ das war! Nach der herrlichen 20-Kilometer-Abfahrt zum Auftakt fanden wir uns erstmals seit dem Start von The Andes Trail auf unter 1.000 Metern wieder, und die Luft dort „unten“ war ganz schön „griffig“ und hitzig. Es ging alsdann durch eine recht karge und trockene Natur, die mich sehr an mein Lieblingsradelrevier Provence erinnerte – aber eben immer noch auf rund 1.000 Metern lag…

Doch es gibt ja diesen Spruch von wegen „you wanna play – you have to pay“. Nach dem Mittagessen in einem Flusstal auf 700 Metern stand ein megasteiler Anstieg zurück auf fast 1.300 Meter auf dem Programm, und bei Temperaturen von bis zu 43 Grad und der Sonne direkt im Rücken war das alles andere als ein vergnüglicher Sommerausflug. Unser Transpirationsausstoß war rekordverdächtig hoch, die Bidons leerten sich mit rasantem Tempo und der Anstieg wollte und wollte einfach nicht enden. Ich muss sagen, dass diese 20 Kilometer mich mehr geschlaucht haben als alles andere zuvor. Dabei bin ich normalerweise ein Sommer-Sonnen-Fahrer – aber von den teilweise zu kühlen Temperaturen in der Höhe quasi aus dem Nichts in diese Sauna zu kommen war wohl auch für den Körper eine mächtige Herausforderung. Immerhin stand am Ende der Quälerei noch eine schicke Abfahrt ins auf 500 Metern gelegenen Macará an, wo ich nun bei geradezu tropischen Temperaturen mit relativ wenig Kleidung am Körper im Schatten sitze.

Weil das Rennen heute neutralisiert war, herrschte eine sehr entspannte Atmosphäre. Selbst die Racer nahmen es leicht, machten überall Fotos und schwatzten miteinander. Hat mir gut gefallen, und ich habe die Chance genutzt, um mal ein paar Fotos von typischen Dingen entlang der Straße zu machen, die euch vielleicht einen Eindruck vermitteln, wie es hier so aussieht. Morgen geht’s dann nach Peru, wo das erste Bushcamp ansteht. Camping rules, okay!

Coke-Stop!

Coke-Stop!

:-)

🙂

Typische Einfahrt in eine Kleinstadt.

Typische Einfahrt in eine Kleinstadt.

Immer wieder Warnschilder, mit der Natur vorsichtig umzugehen.

Immer wieder Warnschilder, mit der Natur vorsichtig umzugehen.

Wahlwerbung a la Ecuador.

Wahlwerbung a la Ecuador.

Panne? Der ADAC Ecuadors kommt!

Panne? Der ADAC Ecuadors kommt!

Warten auf den ADAC?

Warten auf den Servico de Gruas?

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Landwirtschaft auch an schwer zugänglichen Ecken.

Landwirtschaft auch an schwer zugänglichen Ecken.

Roadkill. Überall.

Roadkill. Überall.

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Leider ein ziemlich regelmäßiges Bild auf den wilden Straßen Ecuadors.

Leider ein ziemlich regelmäßiges Bild auf den wilden Straßen Ecuadors.

Polizeiposten entlang der Straße.

Polizeiposten entlang der Straße.

Netter Service: kommt so ein Schild, wird die Aussicht kurz danach grandios.

Netter Service: kommt so ein Schild, wird die Aussicht kurz danach grandios.

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Ein Kommentar

  1. Moin Hardy! Schön das du offensichtlich Gegenden erreicht hast, in denen die Internetverbindung wieder besser ist. Nicht das ich prinzipiell die Vernetzung des hinterletzten Winkels der Erde fordere, aber so komme ich in den Genuss deine leckeren Zeilen über deine aufregende Tour etwas ausführlicher zu lesen. Sehr schön, informativ und jetzt schon unterhaltsam!! aber mal ein paar Anmerkungen: der Köter in Ona sieht nun wahrlich nicht nach den Radfahrer zerfleischenden Bestien aus die du uns bisher beschrieben hast. Oder ist das ein Beispiel der stillen Wasser, die bekanntlich sehr tief sind? Die örtlichen Polizeistationen scheinen dagegen (ich nehme an leider nur teilweise) im völligen Gegensatz zu den MP-beschwerten Polizeistreifen zu stehen. Die Wache könnte ich mir sogar glatt als „Einsatzzentrale“ für Hr. Penner im Jahner vorstellen. Auch wenn sie besser an die Benze passen würde. Als Präsidentenvilla für Burkhard?:) Anyway, da radelst du durch die Anden und landest bei einem Flutlichtspiel mit 10.000 Leuten? Wann habe ich denn sowas zum letzten mal in der „Zivilisation“ Westeuropas erlebt? Wenn schon nicht Radfahren, sollte ich wohl einen Vereinswechsel ins Auge fassen. Aber du weißt, dass sowas nicht plan- bzw. umsetzbar ist….Und da ich (wir) ja wenigstens zwei göttingen 05 haben, kann ich immerhin vom großen Oberligafußball zur Kreisliga anne Benze wechseln, eher hinundher pendeln. Wo wir schon beim Thema wären: Das alle überraschende 3:0 hast du ja mitbekommen. Michi W. ja auch…tja, „you wanna play – you have to pay!“ Bleibt es dabei, dass er keine Funktion übernimmt, habe ich mit seinen Kröten kein Problem, vorallem, wenn es stimmen sollte das sich eine kleine „Sogwirkung“ auf weitere / alte Sponsoren andeuten soll. Es ist tatsächlich nicht zu übersehen, dass die Stimmung aktuell wirklich gut ist und ein Aufatmen zu verspüren ist. Der Vorstand hat die Zusammenarbeit mit den Fans wieder sehr instensiviert. Habe mich sogar belatschern lassen den 105`er (erstmal) weiter zu machen. Wichtig war für mich dabei auch, dass gerade Gespräche zwischen den beiden 05 `s stattfinden!
    Der RSV 05 hat derweil sein erstes Vorbereitungsspiel gegen den Northeimer Kreisligisten SV Moringen 07 mit 5:3 verloren. (nach 1:3 Rückstand 3:3 und in den letzten 4 Minuten zwei Buden kassiert)
    Also mein lieber loco Hardy, weiterhin viel Spaß und „Erfolg“ -anscheinend hast du keine weiteren Reifenpannen gehabt?!- dementsprechend immer genug Luft im Schlauch, eine ebenso gute Zeit in Peru und natürlich EFI !!!!
    Viele liebe Grüße, Sauer

    -Es gibt nur zwei Göttingen 05!-

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