El sueño Ecuatoriano

In Ecuador gibt es derzeit zwei Themen. „The Andes Trail“ gehört allerdings nicht dazu, so groß ist diese Veranstaltung dann doch wieder nicht. Stattdessen leidet das Land unter einer ungewöhnlichen Hitzewelle und einem alles lähmenden Fußballstreik. Auf letzteren werde ich ganz am Ende dieses Eintrages ausführlich eingehen, damit sich diejenigen unter Euch, die mit Fußball nix am Hut haben, nicht langweilen müssen. Und was die Hitzewelle betrifft (Deutschland soll ja auch gerade unter einer leiden) so habe zumindest ich noch Glück, denn die fällt im hochgelegenen Quito halbwegs erträglich aus. Während aus der Küstenregion und vom Amazonas Temperaturen von bis zu 40 Grad vermeldet werden, müssen wir in Quito mit 28 bis 30 Grad vorlieb nehmen. Für mich angenehme Temperaturen, für die Einheimischen eine aufregende Sache. Mucho caliente hört man überall, wobei gerne mal ein leidendes Gesicht gemacht wird. So heiß wird das hier nicht allzu häufig. Wer durch die Straßen von Quitos wirklich bemerkenswert schöner Altstadt marschiert, der drängelt sich dementsprechend gerne in den Schattenbereichen oder schützt sich mit Aktentaschen und allerlei anderen Hilfsmitteln vor der direkten Sonneneinstahlung. Die, das sei mal nebenbei erwähnt, auf 2.800 Metern ganz schön knallt!

P1050946Regen habe ich seit meiner Ankunft noch gar nicht gesehen, und selbst Wolken sind rar am Himmel. Dafür geht die Sonne jeden Tag pünktlich um kurz nach sechs Uhr auf und um kurz nach sechs Uhr unter – es sind halt nur 27 Kilometer bis zum Äquator. Und damit zu einem anderen Thema: Radfahren. Der eigentliche Grund meines Aufenthalts in Quito. Die Stadt erinnert mich mit ihrer Topographie an eine Badewanne. Über 30 Kilometer erstreckt sie sich auf einer plateauähnlichen Fläche, die zwischen sieben und 30 Kilometer breit und eingerahmt von ziemlich steil aufsteigenden Hängen ist. Am Mittwoch habe ich zum ersten Mal Bekanntschaft mit dieser Badewannenlandschaft gemacht und ordentlich geflucht. Auf dem Weg zum Parque Metropolitana, wo ich mit zwei weiteren Mitfahrern von The Andes Trail verabredet war, durfte ich zunächst über die verkehrsgeplagte vierspurige Avenue de Seis de Diciembre radeln und mich tüchtig von Busabgasen einnebeln lassen. Nach einer guten Viertelstunde Überlebenskampf als Karpfen im von Taxen und Bussen beherrschten Haifischbecken kam ich schließlich am Eingang zum Parque an … und stand vor einer Wand. Steil ragte die in den Park führende Straße in den Himmel. Vor Schreck schaffte ich es nicht einmal mehr, den kleinsten Omagang auf meine Getriebe zu werfen und musste daher regelrecht Anlauf nehmen. Doch der Schwung, den ich nahm, war schon nach wenigen Metern verbraucht, und was dann kam, war pure Schinderei. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt eine solche Wand habe hochfahren „dürfen“. Gottseidank war sie nicht allzu lang, und auch wenn es danach weiterhin recht üppig hinauf ging, war zumindest ein Ansatz von rundem Tritt möglich. Mir ging jedenfalls ordentlich die Pumpe, und das lag nicht nur an der dünnen Höhenluft.

Mit Knut und Viv im Parque Matropolitana.

Mit Knut und Viv im Parque Matropolitana.

Meine Mitradler Viv und Knut, die schon seit zwei Wochen in Quito sind, lenkten mich alsdann in einen Park, den man nur als traumhaft umschreiben kann. Mitten in der Stadt eine Oase der Stille, der Wildnis, der Natur. Unzählige Hektar groß, mit vielen naturbelassenen Zonen, mit tollen Kunstgegenständen, mit phantastischen Aussichten auf Quito. Und mit Pisten, die uns auf unserem Weg in den Süden wohl immer mal wieder begegnen werden und die schon früh deutlich machten, dass meine Entscheidung, eine Federgabel ans Rad zu bauen, goldrichtig war. Mein Flitzer war jedenfalls in seinem Element und machte klar, dass er bereit ist für ein gemischtes Abenteuer auf Asphalt, Schotter oder Sand. Nur meine Pumpe klagte, als es zum wiederholten Male steil bergan ging und binnen Sekunden sämtliche Kraft auf die Pedale übertragen werden musste, um bei nicht mehr messbaren Geschwindigkeiten nicht umzukippen. Schweißgebadet und mit feinem Sandstaub überzuckert kam ich nach einem weiteren Höllenritt über die Av. Seis de Diciembre schließlich glücklich wieder bei meiner Gastfamilie an und wusste endgültig, warum ich mich für dieses Abenteuer angemeldet hatte. Meine Gastfamilie schüttelte derweil nur grinsend die Köpfe und nuschelte was von „loco“ – laut Wörterbuch soll das Wort für „verrückt“ stehen…

In der Höhe stimmen die Größenverhältnisse halt manchmal nicht...

In der Höhe stimmen die Größenverhältnisse halt manchmal nicht…

Ansonsten war die erste Woche wie erwartet eine in vielerlei Hinsicht lehrreiche Zeit. In der Escuela peitschten wir im Einzelunterricht sämtliche notwendigen Zeitformen durch, wurde ich mit neuen Vokabeln nur so bombardiert. Aber mein Professor war nicht nur forsch fordernd in Sachen Sprache, sondern auch in Sachen Diskussionsniveau. Von unserem Einstiegsgespräch über gleichgeschlechtliche Ehen habe ich ja im letzten Beitrag schon berichtet. Auf dem Niveau ging es weiter, und gestern kamen wir beim Thema aller Themen: dem Sinn des Lebens. Ich kann euch sagen, es ist ein Abenteuer, in einer Sprache, von der man nur Bruchstücke beherrscht, über Leben und Tod, über Sinn und Unsinn, über Pflichten und Freiheiten zu philosophieren. „Así es la vida“ habe ich immerhin gelernt – „so ist das Leben“. Gelacht haben wir übrigens auch ziemlich viel, wie ohnehin die Menschen in Ecuador offenbar gerne lachen, denn auf den Gesichtern der Passanten in den Straßen sucht man vergeblich jene verbissenen Mienen, die uns Europäer so auszeichnen. Zudem geht es deutlich gelassener zu, sind selbst die durchaus zahlreichen Anzugsträger auf den Straßen in einem angenehmen Tempo und mit einem Lächeln im Gesicht unterwegs. Insofern kann ich schon jetzt mit Fug und Recht behaupten: Ecuador tut gut!

Auch inhaltlich wurde ich ordentlich mit Fakten versorgt. Landesgeschichte, ein bisschen Geographie und ganz viel soziale Zusammenhänge – dieses kleine Land in den Bergen ist mir im Laufe der Woche sehr vertraut gemacht worden und ans Herz gewachsen. Ich will Euch nun wahrlich nicht mit Fakten quälen bzw. langweilen, auf ein in meinen Augen sehr spannendes gesellschaftliches und politisches Experiment mit dem Namen „el sueño Ecuatoriano“ („der ecuadorianische Traum“) will ich Euch aber dennoch aufmerksam machen. Das ist so etwas wie der ecuatorianische Weg einer durchdachten und „gerechten“ Gesellschafts-, Wirtschafts- und Sozialpolitik, zu dem es sogar ein kleines Werbefilmchen gibt, der einen Eindruck vermittelt, was dieses Land in den letzten Jahren geleistet hat: https://www.youtube.com/watch?v=whxwMSa6Uwc.

Dazu passend eine Schlagzeile aus der Freitagsausgabe von „El Telégrafo“, nach der es Ecuador in der letzten Dekade u.a. gelungen ist, die Armut im Land um 50 Prozent zu senken. 2,2 Mio. Menschen (von rund 15 Mio. insgesamt) leben heute in Ecuador noch in Armut, davon 1,2 Mio., die mit weniger als einem 1,25 Dollar (die US-Währung ist auch hier die Landeswährung) am Tag auskommen müssen. Dafür ist Krankenversorgung für alle Menschen frei. Nicht unerwähnt bleiben soll allerdings der hohe Einfluss Chinas im Land (vor allem in Sachen Rohstoffe) – das kenne ich ja noch aus Afrika. Dennoch ist Ecuador ganz bestimmt ein Land, dessen Weg ich in Zukunft aufmerksamer verfolgen werde.

In der historischen Altstadt von Quito.

In der historischen Altstadt von Quito.

Quito selbst ist eine Stadt mit unzählig vielen Gesichtern. Im Süden krabbeln die favelas der Armen an den Hängen der „Badewanne“ hoch, im Norden bieten die abgeschotteten Villen der Reichen traumhafte Blicke auf die Stadt. Dort gibt es auch ein gigantisches Einkaufszentrum, in dem es all das gibt, was man auch in Deutschland, Frankreich oder England bekommen kann. Markenware en masse, allerdings zu entsprechenden Preisen. Subway beispielsweise hat hier zig Dependancen über die ganze Stadt verteilt. Dort zahlt man zwischen 6 und 8 Dollar für ein belegtes Brötchen. Geht man in der Altstadt in einen lokalen Laden, gibt es dasselbe schon für drei Dollar, und ich bin mir sicher, es ist leckerer als der Subway-Einheitsbrei (den ich bislang nicht probiert habe). Ich selber bin übrigens längst gut Freund mit einem Pizzeriabetreiber an der Avenida Rio Amazonas, bei dem ich für zwei Dollar eine mehr als sättigende und ausgezeichnete vegetarische Pizza erstehen kann – und nebenbei mit dem lustigen Betreiber noch mein Spanisch ausprobieren darf. Así es la vida!

Quito ist aber auch Lärm. So wie wohl jede Großstadt. Rund um die Uhr heulen hier die Sirenen von Häusern und Autos los, peitschen Polizei und Krankenwagen mit ohrenbetäubenden „üiüiüiüi“ durch die Straßenschluchten. Als langjähriges Landei bin ich das ja nicht mehr wirklich gewohnt. Doch auch das Landei in mir findet Anerkennung, denn jeden Morgen um 6 brüllt sich in der Nachbarschaft ein einsamer Gockel die Seele aus dem Hals und versucht, gegen den Verkehrslärm anzukommen. Quito ist dann eben doch nicht Frankfurt, Berlin oder München sondern eine Stadt in der Transformation und irgendwie „zwischen“ den Welten.

und noch mal historische Altstadt

und noch mal historische Altstadt

Genug gefaselt. Heute in einer Woche geht es los! Endlich! Denn so nett es ist, hier durch die Straßen zu flanieren und mich durch die Sprache zu stottern, so sehr juckt es inzwischen unter dem Hintern, so sehr fühle ich mich auch wie in einer Warteschleife. Ich will losfahren! Endlich die Berge hoch und wieder runterradeln. In die Landschaft eintauchen, Ecuador entdecken. In Bewegung kommen, den Flow finden, der sich auf so einer Tour einstellt. Für den morgigen Sonntag steht schon mal ein kleiner Minigruppenausflug zum Äquator an, und ab Dienstag ist dann die gesamte Gruppe gemeinsam in einem Hotel, werden das Rennen und das Abenteuer sicherlich rasch konkreter. Es wird Zeit! Inzwischen berichtete übrigens auch das Manager Magazin über meine Reise, und weil der Artikel online zu lesen ist, teile ich ihn gerne mal hier: http://www.manager-magazin.de/lifestyle/reise/fahrradrennen-11-000-kilometer-ueber-die-anden-a-979179.html

Und damit will ich umschalten zum Fußball, nutze aber zugleich die Gelegenheit, mich bei denen, die sich nun ausklinken, für die Aufmerksamkeit zu bedanken. Einmal werde ich mich vor dem Start sicherlich noch melden, ehe es dann ab 1. August so richtig losgeht mit The Andes Trail – „Jenseits der Komfortzone, reloaded Part 2“. Hasta luego!

In Sachen Fußball war es eine sehr aufregende Woche. Als ich letzten Samstagabend in Quito ankam, hatte ich keinen blassen Schimmer von dem, in was ich hineingeraten sollte. Montagmorgen dann der Schock, als ich vom Spielerstreik hörte und dem Stillstand des Spielbetriebes. Da ich von der Fernsehberichterstattung nur Bruchstücke verstanden hatte, nutzte ich die Gelegenheit und schlug das Thema im Spanisch-Unterricht zur gemeinsamen Behandlung vor. Und siehe da, mein Professor bekam sofort leuchtende Augen, entpuppte sich als leidenschaftlicher Fußballfan (Team: LDU Quito, kurz „Liga“) und war nur zu gerne bereit, mich über die Hintergründe aufzuklären. Ich versuche mal, die ganze Sache in überschaubare Häppchen zu verteilen. Also: grundsätzlich gibt es im ecuadorianischen Fußball zwei große Probleme: Korruption vor allem auf der Verbandsebene und Geldmangel auf der Vereinsebene. Da unterscheidet sich Ecuador wohl kaum von vielen anderen Ländern.

Meine Gastfamilie ist sehr fußballverrückt. Hausherr Alexis hält es mit Emelec Guayaquil und hat die ganze Wohnung mit herrlichen Gimmiks wie diesem verzaubert.

Meine Gastfamilie ist sehr fußballverrückt. Hausherr Alexis hält es mit Emelec Guayaquil und hat die ganze Wohnung mit herrlichen Gimmiks wie diesem verzaubert.

Grund für den Streik ist der Geldmangel auf der Vereinsebene, also fange ich damit mal an. Von den zwölf Vereinen der ersten Liga haben in der laufenden Saison lediglich vier Klubs ihre Spieler pünktlich und vollständig bezahlen können: Independiente la Valle, LDU Quito, Nacional Quito und Mushuc Runa. Alle anderen Vereine sind ihren Spielern teilweise seit fünf Monaten die Gehälter schuldig: Barcelona Guayaquil (im Übrigen der beliebteste Klub des Landes) und Deportivo Quito seit März, Deportivo Cuenca seit April, Liga de Loja, Manta FC und Olmedo de Riobamba seit Mai sowie Emelec Guayaquil seit Juni.

Laut Ausschreibung dürfen die Vereine aber nur drei Monate mit den Gehältern im Rückstand sein, sonst gibt es Strafen durch den Verband. Erst ein Punkt Abzug (drei Monate Gehälter überfällig), dann drei (vier Monate), dann Ausschluss aus der Liga (sechs Monate). Allerdings nur theoretisch, denn der Verband hat bislang nichts unternommen. Was möglicherweise daran liegt, das vor allem dem beliebten Barcelona SC sowie Kultklub Deportivo Quito empfindliche Strafen drohen würden. Die Vereine verwiesen derweil gebetsmühlenartig auf ihre mitunter imposanten Schuldenberge, die eine Auszahlung der Gehälter unmöglich machen würde. Für die Spielergewerkschaft AFE, die wiederholt auf die dramatische Situation hingewiesen und Reformen angemahnt hat und die nun zu radikalen Mitteln der öffentlichen Aufklärung griff (im nationalen Fernsehen wurden beispielsweise Spieler mit Babys in den Armen gezeigt, die entrüstet erklärten, sie hätten kein Geld mehr, um ihre Familien zu ernähren), war das Maß Mitte Juli voll. La Huelga – der Streik – war da, und das fußballverrückte Ecuador stand plötzlich Kopf. „Es ist die einzige Möglichkeit, auf unsere Situation aufmerksam zu machen“, hieß es in der offiziellen Erklärung der Spielergewerkschaft.

Luis Chiriboga, Chef des Nationalverbandes FEF, über den noch zu sprechen sein wird, schien das alles nichts anzugehen, denn der Verband verhielt sich auffallend still und setzte wie erwähnt auch die Punkteabzugsdrohungen nicht um. Chiriboga legte sogar noch nach und erklärte öffentlich, es sei doch völlig normal, drei Monate im Rückstand mit den Gehaltszahlungen zu sein.

AFE-Sprecher Jorge Guzmán klagte daraufhin, dass der Verband nur hinter den Vereinen, nicht aber hinter den Spielern stehen würde. Unterstützt wurde die Spielergewerkschaft indes vom Arbeitsminister, der sich schließlich auch vermittelnd einschaltete. Und tatsächlich gelang am Donnerstag endlich eine Einigung. Während die Spielerforderung die Begleichung aller Schulden binnen einem Monat forderte, wollten die Vereine allerdings gleich drei Monate Zeit zur Begleichung der Außenstände an. Man einigte sich schließlich auf zwei Monate, womit der Streik beendet wurde und ich am Mittwoch dem Duell Union Catolica gegen Mushuc Runa beiwohnen kann.

Mein Professor erklärt mir die Strukturen des ecuadorianischen Fußballs.

Mein Professor erklärt mir die Strukturen des ecuadorianischen Fußballs.

Und nun zum zweiten Problem im ecuadorianischen Fußball und damit zum FEF-Präsidenten Chiriboga. Der weilte kürzlich mit einer ganzen Kollektion von Freunden und Mitstreitern bei der Weltmeisterschaft in Brasilien. Soweit, so gut. Allerdings flog er nach der Vorrunde nicht wie die ausgeschiedene Nationalmannschaft nach Hause, sondern blieb bis zum Endspiel vor Ort – auf Kosten des Verbandes natürlich. Chiriboga werden vor allem Korruption und undurchsichtiges Verhalten vorgeworfen. „Die Vereine erfahren nichts von dem, was im Verband passiert“, erläuterte mein Professor. „Und die Gelder, die der FEF von der FIFA für die WM bekommen hat, bleiben irgendwo im Verband stecken“. Das übliche Szenario also, für das es wohl nur eine Lösung gibt: Chiriboga müsste mitsamt sämtlichen Kumpanen von der Macht entbunden und via Neuwahlen ein handlungsfähiger Vorstand gefunden werden. Ob es dazu kommt? Mein Professor bezweifelte es.

Nebenbei erzählte er mir noch ein paar bemerkenswerte Fakten über Ecuadors Fußball. So sind dort überproportional viele schwarze – afrikanischsstämmige – Spieler bei den Vereinen engagiert. Rund 80 Prozent beträgt die Quote vereinsübergreifend für die Nationalliga – ansonsten stellen afrikanischstämmige Menschen in Ecuador kaum fünf Prozent der Gesamtbevölkerung. Zugleich stehen sie gesellschaftlich etwas am Rande und sehen sich nicht selten Rassismus ausgesetzt. Da kommt dem Fußball wohl mal wieder eine Rolle als gesellschaftlicher Kitt zu. Und noch ein „Problem“ gibt es mit den afrikanischsstämmigen Spielern: sie sind in der Regel deutlich größer als die Einheimischen, die allerdings auch überdurchschnittlich klein sind. Auf den Straßen sieht man viele Menschen, die kaum über eine Körpergröße von 1,50 Meter kommen – da flößt so ein hochgewachsener Schwarzer schon mal ganz Respekt ein. Einmal mehr ein Beleg für die schlaue Weisheit, dass die Welt komplexer ist, als sie auf den ersten Blick aussieht.

Ach, und auch das noch: jedes Land ein Trikot - wie in Afrika. In Ecuador habe ich mich für den traditionsreichen, aber seit Jahren auch darbenden Deportivo Quito entschieden.

Ach, und auch das noch: jedes Land ein Trikot – wie in Afrika. In Ecuador habe ich mich für den traditionsreichen, aber seit Jahren auch darbenden Deportivo Quito entschieden.

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7 Kommentare

  1. Sehr interessanter Artikel, der viel Lust auf weitere Berichte macht. Will nur sehen, wie Du mit 52-28 die Berge hochkommst ;-)…. genieße noch die Ruhe vor dem Sturm, ab dem nächsten WE zählt dann, wie der Fußball gerne sagt, nur noch auf dem Platz !

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  2. Muchas gracias pour los flores, amigo Buddy. Freut mich, dass dir mein geschreibsel gefällt – dir würde es hier übrigens auch gut gefallen! Aber: spanisch ist absolut notwendig, mit englisch kommt man hier nicht weit. Und sonst? Die Berge rufen! 🙂

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  3. Hey Hardy, deine Beiträge sind – wie nicht anders zu erwarten – wieder dermaßen unterhaltsam und interessant, dass sie allen anderen abendlichen Unterhaltungsmöglichkeiten den Rang ablaufen….Niemals hätte ich mir vorstellen können mit Uli – der, wie du weißt gar keinen Sinn für Fußball hat – zusammen auf dem Sofa vorm Laptop sitzend, die vertiefte Fassung der ecuadorianischen Fußballproblematik reinzuziehen……Kompliment!
    Es macht einfach Spaß deinen so bildhaften Worten zu folgen!
    Liebe Grüße an deinen Professor (klingt echt gut), sozusagen tu profesor, und er soll dir noch mehr spannende Dinge erzählen…..
    íBuenas noches, muchacho!

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    1. Hola el Hagen de los leones 🙂 schön, dass ich euch mit den wirklich wichtigen Dingen im leben konfrontieren kann – el futbol es más importante, si claro 😉 komme grade von einer kleinen Ausfahrt zurück und bin nun voller Respekt vor a.) den echt knackigen anstiegen hier und b.) dem wahnwitzigen Verkehr. Loco? Si claro y con gusto! Hasta luego compañeros 🙂

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      1. Hola muchacho,
        aquí estamos muy aficionados de tus reportajes, nos parece muy interesante. Tenemos la impresión que aprendes bastante rápido la lengua española y que te aclaras muy bien. ¡Sigue luchando!
        Un abrazo fuerte de los del Hagen de los leones

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  4. Moin Hardy,
    so langsam tauche ich wieder in deine Blogwelt ein und folge visuell deinen Spuren.
    Ich hoffe deine Aklimatisierungszeit reicht aus um die Berge zu besiegen. Aber wenn ich deine Afrikatour richtig in Erinnerung habe, bist du ja eher eine „Bergziege“. Bin gespannt ob es eventuell wieder zu einem Etappensieg für dich reicht. Apropos Sieg, womit wir beim leidigen Fußballthema sind. „Unser Chiribogo“ ist ja glücklicherweise abgetreten und man kommt nicht umhin eine gewisse Aufbruchstimmung, ein Aufatmen zu spüren. Die nur vier Vorbereitungsspiele hat der 1.SC 05 ja gewonnen (u.a. 5:3 gg KSV Baunatal und 4:3 gg Sparta) dennoch plante ich für die gestrige erste NfV Pokalrunde gegen ULM Wolfsburg eine 0:5 Niederlage ein. Damit lag ich Goldrichtig, nur dass die 05`er noch schwächer waren, als esdieses 0:5 andeutet. Die Abgänge der „erfahrenen Männer“ sind nicht ansatzweise kompensiert., Nun ja, man munkelt von obskuren Spielerangeboten aus Spanien, alles „prima Jungs“ die den Profifußball erleben möchten. Also Goldrichtig bei uns…Hoffe da werden lecker die Finger von gelassen.
    Beim RSV 05 ist das Training angelaufen und mit 30 Spielern im Kader der ersten Herren (aus denen sich auch die Reserve speißt) ist deas Team nicht schlecht aufgestellt. Auf die Saison bin ich auch sehr gepannt. Soviel zu den Göttinger Fußballnachichten.
    Nächsten Montag werde ich das erstemal kurz im Stadtradio über dein Rennen und deine Erwartungen berichten.
    Viel Glück, alles Gute und ne prima loco-Zeit
    Gruß, Sauer

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    1. Hola amigo sauer.

      Danke für das tolle update ich Sachen lokaler Fußball. Das 0:5 war sicher ein bisschen zu erwarten nach den Abgängen, aber zumindest ist ja ein Abgang hinzugekommen, der es möglich macht, wieder vernünftig in eine Zukunft zu schauen. Ich finde es jedenfalls erstaunlich, was seit hansis Abgang alles in Bewegung gekommen ist und habe zum ersten mal seit Gründung des I. SC das Gefühl, das sich da ein verein entwickeln kann. Zugleich sieht man nun aber allmählich auch die Ausmaße der Schäden der Regentschaften von m.w. bzw. h.e. …

      Hier geht es Freitag endlich los. Mir brennt der Arsch, ich will endlich auf den Sattel 😉

      Hasta luego y buena suerte a todos los clubes 05

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