Erster Gepäckcheck

¡Hola compañeros!

Ausrüstung zum Radeln

Ausrüstung zum Radeln

Während Radio Nacional de España mich mit fremdartigen Worten und Sätzen beschallt und meine Zuversicht, in vier Wochen fließend Spanisch sprechen zu können, ins Wanken bringt, fiel ein erster Gepäckcheck recht hoffnungsvoll aus.

Die Erfahrungen von der Afrika-Tour halfen enorm, die (hoffentlich) richtige Ausrüstung für viereinhalb Monate in den wilden Anden zusammenzustellen. Wie in Afrika besteht die Herausforderung auch diesmal wieder vor allem aus der Aufgabe, möglichst multifunktionale Ausrüstungsgegenstände im Gepäck zu haben. Die wärmende Kopfbedeckung beispielsweise sollte sowohl unter dem Fahrradhelm als auch „frei“ im Camp getragen werden können. Die Taschenlampe muss den Weg weisen, mir abends im Zelt das Lesen ermöglichen und auf dem Rad in der Lage sein, mich sicher durch dunkle Tunnel zu führen. Denn jedes Gramm unnötiges Gepäck nervt und sorgt spätestens am Abflugtag für Probleme. Insgesamt stehen mir übersichtliche 45 Kilogramm (plus Fahrrad) zur Verfügung, die ich am 19. Juli der Fluglinie meines Vertrauens übergeben darf. Für jedes weitere Gramm werden Strafgebühren fällig, und die sind happig!

Zelten und so

Zelten und so

45 Kilo sind nicht allzu viel. Als ich 2011 mein Gepäck für Afrika erstmals zusammenpackte, kam ich auf knapp über 60. Dabei hatte ich damals eigentlich ausnahmslos Dinge eingepackt, von denen ich sicher war, dass ich sie zwingend brauchen würde. Und doch mussten 15 Kilogramm daheim bleiben – wobei ich anschließend nichts davon wirklich vermisst habe. Geht also!

Zum Wiegen ist es gegenwärtig noch zu früh, denn wenngleich die Ausrüstungsliste inzwischen an vielen Stellen „Grünes Licht“ aufweist, fehlen noch immer diverse Gegenstände. Immerhin kamen der Schlafsack und die Isomatte im Laufe der letzten Woche hinzu. Vor allem die Schlafsackfrage bereitete mir Probleme, sind wir in Südamerika doch im Temperaturspektrum von +30 bis -15 Grad unterwegs. Weil die Schlaftüte nicht allzu schwer und großvolumig daherkommen sollte und auch die Preisfrage eine gewisse Rolle spielte, erwies sich die Recherche als uferlos. Schlussendlich entschied ich mich für den High Peak Synergy 1500, der mit einer Mischung aus Daune/Plastik hoffentlich die richtige Wahl war. Ich werde Euch von unterwegs darüber berichten.

wird langsam grün: die Ausrüstungsliste.

wird langsam grün: die Ausrüstungsliste.

Bis zum Abflug sind es keine vier Wochen mehr, und so langsam kommt zur Vorfreude eine gewisse Nervosität. Ein Termin jagt den anderen. Besuch beim Tropeninstitut, um die Impfungen checken zu lassen. Kontrolle beim Zahnarzt, denn die Aussicht, irgendwo in Bolivien oder Patagonien an Zahnschmerzen zu leiden ist wenig verlockend. Organisation der Rückreise von Ushuaia nach Buenos Aires, wo ich nach der Tour noch zwei Wochen lang auf den Spuren der Fußballgeschichte sowohl in Buenos Aires als auch Montevideo wandeln will. Man glaubt gar nicht, was für so eine kleine Radtour durch/über die Anden alles notwendig ist!

Schön war, am Mittwoch noch einmal gemeinsam mit einem sehr interessierten ZuhöherInnenkreis in Chemnitz über die Tour d’Afrique zu philosophieren. Allein die Erinnerung an die vielen schönen Momente in Afrika lassen den Pulsschlag steigen und mich neugierig werden, wie es wohl in Ecuador, Peru, Bolivien, Chile und Argentinien werden wird.

In diesem Sinne, hasta luego!

Bei Fahrrad XXL Emporon in Chemnitz

Bei Fahrrad XXL Emporon in Chemnitz

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3 Kommentare

  1. Hi,

    wenn du tatsächlich Gewichtsprobleme bekommen solltest, kannst du meinen Erfahrungen nach auch einiges in den Fahrradkarton auslagern, da gabs zumindest bei meinen Flügen keine irgendwo festgehaltene Gewichtsgrenze. Aber sicherlich kommst du mit den 45 kg auch klar.

    BTW. Ich kann mir gut vorstellen, dass du trotz der gründlichen Vorbereitung bei der TdA irgendein Mitbringsel/Ausrüstungsgegenstand bei deinen Mitstreitern gesehen hast, um was du diese „beneidest“ hast bzw. was du eben selber auch besser mitgenommen hättest.
    Gab es sowas (neben dem Schaltwerk und der schon beschriebenen Federgabel / Ballonreifen)?

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    1. Hallo Rick

      in den Fahrradkarton kommt sicherlich einiges wie Isomatte, Schlafsack etc.Insgesamt finde ich es aber auch irgendwie reizvoll, mit recht wenigen Dingen auszukommen. Und Südamerika hat sicher auch ein anderes Angebot in den Märkten und Läden als das in Afrika zumindest zwischen Sudan und Botswana der Fall war.

      Was die Ausrüstung betrifft war ich in Afrika recht zufrieden mit meiner Wahl. Nett fand ich Sonnenkollektoren zur Stromautonomie, das war dort manchmal ein Problem (wir waren teilweise zehn Tage ohne Stromversorgung). Ich habe in Südamerika eine ähnliche Ausrüstung dabei, insofern habe ich wohl nix wirklich vermisst. Einzige signifikante Veränderung wird wohl ein Kindle sein. In Afrika habe ich überall englischsprachige Bücher gekriegt, ds wird in Südamerika nicht klappen. Und zur Entspannung einen spanischen Roman lesen wird mit meinem Hobby-Spanisch nicht funktioinieren :-.D

      Du hast beim Vortrag in Chemnitz in der ersten Reihe von mir aus rechts gesessen, oder? Der Mann mit den China-Erfahrungen?

      Hasta pronto, Hardy

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