pizza in der staubwueste

Liebe Leute, dass muss ich euch jetzt doch noch erzaehlen: heute gab es pizza, und das inmitten der staubwueste khartoum! Das Zauberwort heisst „afna“ und ist ein einkaufszentrum inmitten des stadtzentrums, das auch in jeder beliebigen europaeischen shoppingmall stehen koennte. natuerlich waren fast alle tdaler da und haben sich ordentlich mit junk-food vollgestopft – wer weiss, wann es das wieder geben wird.

khartoum ist eine bruetende staubhoelle, und wenn hier die gesetze der eichsfelder kehrwoche gelten wuerden, muesste die ganze stadt wochenlang mit besen bewaffnet auf die strassen gehen, um zumindest eine grundordnung bzw. grundreinheit erkennen zu lassen. da zudem bestaendig wind weht, fliegt einem der staub auch noch staendig um die nase. das ist uebrigens auch fuer die waesche nicht allzu guenstig, wie ich heute erfahren durfte. in diesem zusammenhang: welcher teufel mich ritt, ausgerechnet weisse t-shirts mitzunehmen, weiss ich auch nicht. ich wollte mich damit gegen die sonnenstrahlen schuetzen, doch trotz waschen sind die dinger inzwischen so dreckig…

ansonsten ist der sudan im vergleich zu aegypten sehr angenehm. waehrend man in aegypten staendig angelabert wird, man irgendwas kaufen, in ein taxi klettern oder in einen laden kommen soll, sind die Nubier eher zurueckhaltend und stolz. Und sehr ehrlich: als einer aus unserer gruppe einen 50 pfund sein verlor, ohne es zu merken, kam ein sudanese, und gab ihn ihm zurueck. In aegypten musste man dagegen staendig aufpassen, beim wechselgeld nicht ueber den tisch gezogen zu werden.

zum schluss noch eine meldung fuer alle besitzer von wettbueros: ih bin immer noch im rennen! fuer die anderthalb tage, in denen ih im lkw mitfuhr, habe ich jeweils 12 stunden aufgebrummt bekommen, abe theoretisch steht meinem gesamtsieg nix im wege. na ja, fast nix. wir haben hier 18 ambitionierte radler, die in einer anderen liga spielen. das sind radfahrer durch und durch, die jedes jahr zig amateurrennen fahren. paul, der glaube ich in der gesamtwerung vorne liegt, ist amateurweltmeister in zig disziplinen in seiner altersklasse. ich kann da manchmal fuer ein paar, manchmal sogar fuer ein paar mehr kilometer mithalten, aber insgesamt sind diese 18 eine andere welt.

danach beginnt das rennen der „anderen“, und da wuerde ich mich selber so auf den plaetzen 25 bis 30 der gesamtwertung sehen (also zwischen 7 und 12 der „anderen“ wetung). da nun aber die off-road-pisten beginnen, wird eh alles neu durchgemischt, da auch die klassefahrer im gelaende gegenueber den mountainbikern keine wirkliche chance haben werden.

wir werden sehen, wie stand der dinge ist wenn wir in nairobi angekommen sind.

inshallah!

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3 Kommentare

  1. Moin Hardy ,
    klasse wie du dich präsentierst , Hut ab . So langsam kommt auch Neid auf . Gelegentlich kann man hier auch aufs Rad und wenn man dann deinen Blog liest bekommt man Appetit auf mehr . Also weiter so !!!!
    Gruß Heiggo

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  2. mann hardy, was für ein ritt, weiß zur zeit gar nicht, ob ich dich bedauern oder beneiden soll.
    aus der politischen gefahrenzone seid ihr ja bald raus. aber was wissen wir schon über äthiopien…
    weiter alles gute aus dem trüben reckershausen auch von karin

    (auf jeden fall hast du die richtige jahreszeit für deine tour ausgesucht)

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