“Jenseits der Komfortzone” demnächst als Buch

Ist es nicht ein herrlicher Radelsommer? Bei mir kommen jedenfalls Erinnerungen an die Wüste im Sudan und diverse Etappen in der nordargentinischen Gluthitze auf, während ich im nahegelegenen Harz auf möglichst schattigen Pisten Kilometer und Höhenmeter mache. Sogar ein kurzer Langausflug war in diesem Sommer schon drin – eine Geburtstagsfeier in Hamburg ließ mich auf Auto wie Bahn verzichten und stattdessen das Velo satteln.

Am Elbe-Seitenkanal: flach, einsam und geradeaus.

Am Elbe-Seitenkanal: flach, einsam und geradeaus.

Dabei lernte ich mal wieder die Einsamkeit schätzen. Von Gifhorn bis nach Lauenburg war ich nämlich auf einer fast menschenleeren Schotterpiste entlang des Elbe-Seitenkanals unterwegs. Unfassbar, was es in unserem dichtbesiedelten Land noch für Idylle zu bereisen gibt! Lustig die Sache mit den Höhenmetern – auf 150 Kilometern konnte ich grade mal deren 176 ansammeln. Die hatten wir in Südamerika manchmal schon nach einer halben Stunde beisammen.

Ansonsten habe ich tüchtig an meinem Reisebericht aus Südamerika gewerkelt. Der hat nun das Lektorat hinter sich und wird gegenwärtig in ein Buch verwandelt. Freut Euch auf 256 reichlich bebilderte Seiten mit allerlei Eindrücken und Erfahrungen. Offizieller Erscheinungstag ist der 12. Oktober, und in derselben Woche werde ich dann auch auf der Buchmesse in Frankfurt mit dem Werk zu Gast sein. Ebenfalls in jenen Tagen wir es im Stadion an der Speckstraße in Göttingen eine kleine Lesung mitsamt Buchpremiere geben. Genaueres später an dieser Stelle. Ein paar Infos zum Buch gibt es hier: http://www.werkstatt-verlag.de/?q=9783730702086

So wird es aussehen, das Buch zur Tour.

So wird es aussehen, das Buch zur Tour.

Als Buchautor über eine Reise berichten zu dürfen, ist ein Geschenk. Denn man darf sie noch einmal unternehmen. Diesmal mit dem Auftrag, heimzukehren mit Worten, die Bilder schaffen. Das entschleunigt und intensiviert das Erlebte, hilft, das zunächst Unverständliche zu entschlüsseln. Und so durfte ich beim Schreiben noch einmal die Berge hochklettern, mich gegen den Wind stellen und im kühlen Regen frieren. Aber ich durfte eben auch noch einmal in all diese warmherzigen Begegnungen mit den Menschen vor allem im andinen Hochland eintauchen und spüren, wie sehr mich die Reise und die Erfahrungen geprägt haben. Globetrotter und Schriftsteller Ryszard Kapuscinski definierte „Reise“ einst als „Versuch, alles zu erfahren – das Leben, die Welt, sich selbst“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Neben dem Buch plane ich gegenwärtig eine Bilder- und Videoreise über den Südamerika-Trip, wie ich sie schon zur Afrikatour angeboten habe. Die Termine trudeln allmählich ein, und ich kann schon jetzt sagen, dass ich nach der Premiere bei meinem “Fahrradflüsterer” Stephan Beckmann in Duderstadt (im November, Termin kommt noch) zudem in Dresden (Fahrrad XXL, 16. Dezember), Chemnitz (Fahrrad XXL, 17. Dezember) sowie bei den Fernwehtagen in Göttingen (Wochenende 23./24. Januar 2016) auftreten werde. Weitere Termine folgen, und wer mich buchen möchte, schickt bitte eine Mail an hallo(at)hardy-gruene.de

Den Herbst möchte ich ausklingen lassen mit einer ausgedehnten Alpentour. Geplant ist ein Start am Genfer See. Mit leichtem Gepäck (<8 kg) geht es dann im Rundkurs über den Großen und kleinen St.-Bernhard-Pass, den Iseran, den Mont Cenis (endlich) und zurück über Albertville und Annecy über Routen, auf denen ich noch nie pedaliert bin. Keine allzu ambitionierte Tour, aber Radfahren soll ja schließlich auch Spass machen.

Euch allen einen wonnigen Herbst und vielleicht bis irgendwann bei einem Bilder- und Videovortrag oder zwischen zwei Buchdeckeln. Einen Hinweis in ganz anderer Sache noch an die Fußballinteressierten unter Euch: das neue Magazin Zeitspiel ist seit Juli auf dem Markt und kann geordert werden. Schaut mal rein unter www.zeitspiel-magazin.de

Durch die “Hölle des Nordens”

Richtungsweisend.

Richtungsweisend.

Rationales Handeln geht uns Fahrrad-Weltenbummlern ja häufig ab. Sonst wäre es auch kaum möglich, mal so richtig ins Unbekannte aufzubrechen. Und es muss nicht immer gleich eine Viermonatstour über einen ganzen Kontinent sein. Auch bei kleinräumigen und zeitlich übersichtlichen Projekten ist es mitunter notwendig, dem rationalen Handeln einen Riegel vorzuschieben. Nehmen wir das letzte Wochenende. Da habe ich für insgesamt 1.200 Kilometer im Auto gesessen, nur um mit meinem Fahrrad über ziemlich übles Kopfsteinpflaster fahren zu dürfen. Rational? Nö! Jenseits der Komfortzone? Ganz bestimmt!
Mein Ziel war Roubaix. Diese leicht heruntergekommene einstige Industrieperle im Norden von Frankreich. Direkt an der Grenze zu Belgien. Seit vielen Jahrzehnten leidet Roubaix still und unscheinbar im Schatten des ungleich schillernden Nachbarn Lille. Eine schwierige Gemengelage in der lokalen Einwohnerschaft, zusammengebrochene Industrielandschaften. Roubaix ist wahrlich kein Glückspilz. Einziger Faustpfand, der von der ruhmreichen Vergangenheit noch geblieben ist: der legendäre Straßenklassiker Paris-Roubaix.

Trikot, Startnummer und Straßenplan - auf geht es ins Abenteuer.

Trikot, Startnummer und Straßenplan – auf geht es ins Abenteuer.

Der fand am Sonntag den 12. April zum 113. Mal seit 1896 statt. Doch mein Ziel war nicht das Profirennen am Sonntag sondern die tags zuvor ausgetragene Paris – Roubaix Challenge. Seit Jahren lockt Roubaix am Samstag vor dem Tagesklassiker Jedermänner und –frauen aus aller Welt, um über 139 Kilometer in einer etwas entschärften Form auf den Spuren des Klassikers zu wandeln. Um selbst zu erfahren, wie es sich anfühlt, durch die gefürchtete „L’envers du Nord“ (“Hölle des Nordens”) zu pedalieren. Schon seit Jahren wollte ich daran teilnehmen. Das scheiterte jedoch regelmäßig am frühen Termin. Anfang April bin ich eben normalerweise in meiner Trainingsvorbereitung noch im Zustand von „Winterspeck runterkurbeln“.
Diesmal war alles anders. Mit 11.000 Südamerika-Kilometern kam ich Ende Dezember nach Deutschland zurück und konnte mir den mühsamen Konditionsaufbau sparen. Stattdessen spazierte ich regelrecht in die Saison hinein. Noch im Januar war die Anmeldung für das Jedermann-Challenge Paris – Roubaix rausgegangen. Am Freitag nun machte ich mich bei geradezu sommerlichen Temperaturen auf den weiten Weg nach Nordfrankreich, um am eigenen Leibe zu erfahren, was an diesem Klassiker denn so klassisch ist.

OPtimismus vor dem Start.

Trotz Wolken und Feuchtigkeit: Optimismus vor dem Start.

Ein Abenteuer mit erhöhter Herzschlaggarantie. Das geht schon am Startplatz los. Für die Jedermänner beginnt das Rennen nämlich nicht in Compiègne (in Paris wird schon seit 1977 nicht mehr gestartet), sondern in Roubaix. Im Rundkurs geht es von dort über all diese sagenumwobenen Pavé-Abschnitte, ehe das Abenteuer stilvoll im Vélodrom von Roubaix endet. Allerdings sind die Straßen nicht abgesperrt, muss man also mit dem Autoverkehr konkurrieren. An den wichtigsten Kreuzungen stehen freilich Hilfskräfte, die den Verkehr ein wenig kontrollieren. Und außerdem sind die Franzosen Radverkehr mehr als gewohnt.

Zunächst ging es zum Einfahren über zwar schnurrige aber auch recht eintönige Asphaltstraßen durch den ländlichen Raum. Nordfrankreich pur: wenig fürs Auge, null Arbeit für den Höhenmesser. Immerhin im „klassischen“ Wetter, denn aus dem schönen Sommertag war am Samstagmorgen eine dichte Wolkendecke, feiner Nieselregen sowie böiger Wind geworden. Ich war zunächst mit einer kleinen Gruppe Engländer unterwegs und kämpfte mich gemeinsam mit ihnen gegen den strengen Westwind. Überhaupt waren unglaublich viele Briten am Start. Ist ja auch praktisch: kurz mal über den Kanal hüpfen und einem Mythos nachspüren. Insgesamt sollen 4.500 Radler teilgenommen haben. Enorm!

In der Trouée d‘Arenberg stand dann zum ersten Mal Pavé an. Aufgeregt hüpfte das Herz, glühten die Augen, als dieser magische Stein mit der Sektorenbezeichnung am Straßenrand auftauchte. Dann knallten auch schon die Erschütterungen auf Lenker und Sattel. Mit meiner frischen Südamerikaerfahrung blieb mir der tiefe Schock, den die Engländer erlitten, zwar erspart, es rüttelte aber auch bei mir derbe an Mensch und Maschine. Wohlweislich hatte ich bei der Materialauswahl Vorsicht walten lassen und einen pannensicheren 28er Durano plus aufgezogen, dem ich sechs Bar auf die Kiemen gab. Die perfekte Mischung, um halbwegs „gefedert“ über das Kopfsteinpflaster zu rumpeln und gleichzeitig eine Panne zu verhindern. Andere hatten weniger Glück. An nahezu jedem Pavé-Abschnitt standen die Pannenpechvögel und mussten sich mit Durchschlägen herumplagen.
Wenn man im Zusammenhang mit Paris-Roubaix von Kopfsteinpflaster spricht, darf man sich übrigens nicht das vorstellen, was in so manch deutscher Innenstadt liegt. Ich hatte vorher extra ein wenig in Göttingen getestet. Das gibt es einige sehr schöne alte Abschnitte. Im Vergleich zu denen in Nordfrankreich waren die jedoch geradezu komfortabel. Denn bei Paris-Roubaix trifft man auf wirklich uralte und wirklich ausgelutschte Pisten. Die Steine unterschiedlich groß und vor allem in unberechenbar kunterbunter Vielfalt aus dem Boden ragend. Da gibt es schon mal Höhenunterschied von zehn und mehr Zentimetern, die dann wie Boxhiebe auf den Radler prügeln. Außerdem haben sich die Pisten über die Jahrzehnte extrem abgesenkt und bilden mitunter tückisch kleine Bögen. Es gibt übrigens eine regelrechte Punktwertung für die Pavé-Sektionen. Ein Sternchen ist „einfach“, fünf der höchste Schwierigkeitsgrat. Die meisten der bis zu drei Kilometer langen Kopfsteinpflastersektionen haben zwei bis fünf Sternchen.

Kopfsteinpflaster à la Paris-Roubaix.

Kopfsteinpflaster à la Paris-Roubaix.

Das Ganze war ein Erlebnis jenseits jeglicher Vernunft. Eigentlich hieß es nur „Augen zu und durch“. Ein Patentezept existiert nicht. Meistens fährt man am besten ganz oben auf dem Scheitelpunkt. Dort sind aber auch die größten Lücken zwischen den über Jahrzehnte auseinandergerutschten Steinen. Dann gibt es wieder Passagen, da ist der Scheitelpunkt derart uneben, dass man runter muss in die vom Autoverkehr ausgelutschten Seitenbereiche. Tempo machen ist im Grunde genommen angesichts der Holperei unmöglich. Als Spitzentempo verbuchte ich Geschwindigkeiten zwischen 18 und 22 km/h. Wenn es richtig zur Sache ging, sackte das Tempo aber ruckzuck auf unter 10 km/h ab. Das Dauergerüttel geht nicht nur auf die Knochen sondern kostet vor allem enorm viel Kraft. Zwei Kilometer Pavé fühlen sich an wie 20 Kilometer Asphalt. Und da sämtliche Pavé-Abschnitte erst auf der zweiten Tourhälfte kamen, konnte ich regelrecht zuschauen, wie meine Energiereserven abgesogen wurden.
Der goldene „Höhepunkt“ war der Carrefour de l’Arbre. Ein Fünf-Sterne-Klassiker. Dort hatte ich vor Jahren mal als Zuschauer beim Profirennen gestanden. Insofern war es nun besonders aufregend, dort selbst durchzukurbeln. Es ist einer der spektakulärsten Abschnitte von Paris-Roubaix. Überall standen bereits Wohnmobile mit Fans vor allem aus Belgien, die sich für den nächsten Tag beim Profirennen einen guten Platz gesichert hatten. Am Jedermannvergnügen zeigten sie leider nicht allzu viel Interesse. Publikum stand quasi keins an der Piste. Insofern fühlte es sich ein wenig an wie eine Strafarbeit.

Die 2,1 Kilometer über den Carrefour de l’Arbre sind die Hölle. Kein Meter ist auch nur annähernd in einer konstanten geraden Linie zu fahren. Ständig springt der Lenker weg, rutscht einem der Helm in den Nacken, flucht die Psyche über das unerträgliche Geratter. Und der Abschnitt ist lang. Endlos lang. Dabei geht es theoretisch auch leichter. Denn neben der rumpeligen Pavé-Piste verläuft eine schmale Fahrspur auf nacktem Boden, über die sich vergleichsweise einfach rüberrollen lässt. Viele Mitstreiter nutzten die Gelegenheit. Sparten sich die knüppelharten Kopfsteinpflasterqualen und cruisten stattdessen über das schmale Erdband. Ich war versucht, es ihnen nachzutun, ließ es aber schließlich bleiben und kurbelte weiter auf dem Originaltrack. Warum? Ganz einfach: ich war nicht 1.200 Kilometer mit dem Auto angereist um das, was diesen Klassiker auszeichnet, zu schwänzen.

Hinein in den Fünf-Sterne-Rüttelkurs.

Hinein in den Fünf-Sterne-Rüttelkurs.

 

So kann man es natürlich auch machen...

So kann man es natürlich auch machen…

Kaum war der Carrefour de l’Arbre endlich vorbei, ging es weiter. Knapp 500 Asphaltmeter lagen zwischen seinem Ende und dem Beginn des Abschnitts von Gruson, der zu den härtesten der gesamten Strecke zählt. Erst danach war Schluss mit dem Dauerrütteln, ging es im gemütlichen Tempo zurück nach Roubaix, wo dann im Vélodrome tatsächlich eine kleine Zuschauerschar wartete. Und noch eine letzte Herausforderung. Es war mein erster Vélodrome-Auftritt. Insofern war ich wenig vorbereitet, als ich das erste Mal Richtung Steilkurve rollte. Und herrje, sind die steil! Ich hatte keine Ahnung, wie ich die Angelegenheit technisch angehen musste und machte insgesamt wohl einen eher jämmerlichen Eindruck. In der zweiten Kurve war ich dann deutlich mutiger und schoss in hohem Tempo durchs Ziel. Dort gab es eine kleine Plakette für jeden Teilnehmer und spärlichen Beifall.
Ich hatte die Hölle des Nordens überstanden!

Ein Resümee fällt nicht leicht. Abgesehen von den Pavé-Abschnitte war es eine stinknormales Ausfahrt, für die ich niemals eine so weite Anfahrt in Kauf nehmen würde. Und die Attraktionen waren derart anstrengend, dass sie wenig Spaß bereiteten. Und so stand am Ende zwar ein eigentümlicher Stolz, diesen Klassiker bewältigt zu haben, zugleich aber auch die Erkenntnis, dass ein Mythos wohl auch deshalb zum Mythos wird, weil vieles um ihn herum verklärt ist. Und natürlich, dass das Leben “Jenseits der Komfortzone” irgendwie immer anstrengend ist. Und ganz schön aufregend.

Die erste Hälfte war feucht, windig und ein bisschen langweilig.

Die erste Hälfte war feucht, windig und ein bisschen langweilig.

noch Fragen?

noch Fragen?

Diese Steine stehen bei den Pavé-Abschnitten am Streckenrand.

Diese Steine stehen bei den Pavé-Abschnitten am Streckenrand.

Pavé-Alltag.

Pavé-Alltag.

Die Pausenversorgung war vorzüglich!

Die Pausenversorgung war vorzüglich!

Sieger! (na ja...)

Sieger! (na ja…)

Vor dem Pavé-Gedenkstein.

Vor dem Pavé-Gedenkstein.

Das Vélodrome von Roubaix.

Das Vélodrome von Roubaix.

Der Lohn der Mühe: eine Blechplakette am Bande :-)

Der Lohn der Mühe: eine Blechplakette am Bande :-)

The Andes Trail reloaded

Ein Buch über ein Abenteuer wie The Andes Trail zu schreiben ist irgendwie, als würde man das Abenteuer noch einmal erleben.

Genauso geht es mir gerade. Noch einmal fahre ich all die mächtigen Berge hinauf und hinab, verschwinde in Andahuaylas hinter einem Bretterverschlag, um meinen Mageninhalt zu entleeren, stemme mich auf dem Salar de Uyuni gegen die übermächtige Aufgabe, ein Sieben-Kilometer-Zeitfahren in halbwegs akzeptabler Zeit zu bestreiten.

Das Schöne am zweiten Erleben des Abenteuers: es strengt ganz anders an. Eher die Fantasie, die nach den richtigen Worten für das Erlebte sucht. Die versucht, exakte Bilder für das zu malen, was ich gesehen habe und was ich Euch gerne zeigen möchte. Und man beginnt zu verstehen. Oder auch nicht zu verstehen. Denn wie ich das damals geschafft habe, jeden Tag aufs Rad zu klettern und diese gewaltigen Höhendistanzen zu überwinden, das ist mir im Nachhinein manchmal ein Rätsel.

Es war schon ein mächtiges Erlebnis. Zur Buchmesse im Oktober gibt es das Buch dazu. Damit Ihr Euch schon mal vorstellen könnt, wie es aussehen wird, hier zwei kleine Auszüge.

Hasta luego, Euer hardy cyclist!

Im Buch soll an Bildern nicht gespart werden.

Im Buch soll an Bildern nicht gespart werden.

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Und so sieht es aus, wenn ein Buch entsteht.

Und so sieht es aus, wenn ein Buch entsteht.

Nach der Tour ist vor dem Tour-Buch

Die Radsaison 2015 ist eröffnet!

Die Radsaison 2015 ist eröffnet!

Und da hat er mich dann auch schon wieder, der Alltag. Und damit das Radfahren unter winterlichen Bedingungen. Etwas mehr als drei Wochen, nachdem ich im schönsten patagonischen Sonnenschein von Ushuaia die Faust in den Himmel gereckt hatte, kletterte ich am vergangenen Samstag auf mein Mountainbike und musste ordentlich Gas geben, um der feuchten Kälte Südniedersachsens etwas entgegenzusetzen. Da kamen sogar leichte Sehnsüchte nach dem patagonischen „Sommer“ auf, der ja trotz aller Jammerei hin und wieder durchaus den einen oder anderen wärmenden Sonnenstrahl für uns bereitgehalten hatte.

Die Tage zwischen der Ankunft in Ushuaia und der Rückkehr nach Deutschland vergingen wie im Flug. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen, denn Fliegen war ein wesentlicher Bestandteil der Reise. Wobei leider auch „Verspätung“ dazugehörte. Das ging schon in Ushuaia los, als der für Dienstagmorgen um 9.15 Uhr anvisierte Flieger nach Buenos Aires mit zweistündiger Verspätung abhob. Während das für mich kaum ein Problem darstellte, da ich ohnehin in Buenos Aires blieb, musste mein Mitradler Barry tüchtig bangen, denn die Zeit bis zu seinem Anschlussflieger in die australische Heimat wurde dadurch unangenehm knapp. Mich erwischte es dann beim Abflug aus Buenos Aires kurz nach Weihnachten. Wir saßen bereits alle im Flieger nach Madrid, der auch brav zurückgestoßen hatte und auf dem Weg zur Startbahn war. Dort kam er jedoch nie an. Stattdessen gab es nach knapp  drei Stunden des Wartens in der prallen Sonne eine knappe Durchsage, das man aus technischen Gründen nicht starten könne. Kurz darauf fand ich mich mitsamt meines kompletten Gepäcks in der Abflughalle des Flughafens von Buenos Aires wieder und grollte am Ende einer Menschenschlange, die mehr als nur eine gefühlte Ewigkeit brauchte, um sich über knapp vier Stunden quälend langsam bis zum Schalter fortzubewegen.

Überraschung in Buenos Aires - John, mein Taxichauffeur, lief im  Trikot der Bristol Rovers auf, nachdem ich ihn zuvor von meiner britischen Fußball-Liebe erzählt hatte. Er selbst ist Anhänger von Luton Town und daher ziemlich erfahren in Sachen Fußball-Leidenschaft...

Überraschung in Buenos Aires – John, mein Taxichauffeur, lief im Trikot der Bristol Rovers auf, nachdem ich ihn zuvor von meiner britischen Fußball-Liebe erzählt hatte. Er selbst ist Anhänger von Luton Town und daher ziemlich erfahren in Sachen Fußball-LEIDENschaft…

Gerade noch rechtzeitig, um auf einen nächtlichen Flieger nach Rom umgebucht zu werden, den ich mit viel Lauferei und noch mehr Glück tatsächlich noch erwischte – im Schlepptau stets die reichlich unhandliche Fahrradbox sowie mein restliches Gepäck. In Rom ging meine kleine Odyssee dann weiter. Pünktlich dort angekommen, wollte zunächst niemand etwas von meinem von Iberia auf Lufthansa umgebuchten Weiterflug wissen und nach gefühlten 25 Schalterwechseln sah ich schon eine ziemlich unangenehme Nacht auf dem Flughafen auf mich zukommen. Erst in letzter Sekunde klärten sich die Missverständnisse, erhielt ich endlich mein Boarding Ticket in die Hand gedrückt – mit dem süffisanten Hinweis, dass der Flieger ohnehin verspätet sei. So kam ich schließlich reichlich übermüdet und erst mit gut zwölfstündiger Verspätung in Frankfurt, wo der frisch gefallene Schnee und eisige Temperaturen für den nächsten Schock sorgten.

Wenn einer eine Reise tut….

Nun sind die Akklimatisierungsschwierigkeiten aber beinahe behoben, und seit heute Vormittag rücke ich The Andes Trail vom Schreibtisch aus erneut auf den Leib. Schon seit langem freue ich mich auf die Arbeiten an dem Buch zur Tour, das im September beim Verlag Die Werkstatt erscheint und zu dem es auch einen Bilder- und Videovortrag geben wird. Mit der Distanz vom täglichen Radfahren und der Rückkehr in den Alltag werden sich sicherlich auch für mich Zusammenhänge erschließen, Erlebnisse klären und Verbindungen deutlich werden. Denn nach der Tour herrschte zunächst eine gewisse Leere. Einerseits war ich zutiefst erleichtert, nicht mehr jeden Morgen aufs Rad steigen und mich den mitunter ja nicht allzu umgänglichen Elementen stellen zu müssen, andererseits war – ist – da ein Erlebnis in mir, das unbedingt eine Nachbereitung braucht.

allzu lange wird es sicher nicht abgeparkt werden.

allzu lange wird es sicher nicht abgeparkt werden.

Die Zeit zwischen dem Abflug aus Ushuaia und der Rückkehr nach Deutschland habe ich wie angekündigt in Buenos Aires und vor allem Montevideo genutzt, um mich auf die Spuren der dortigen Fußballkultur zu machen. Ein tolles Erlebnis, bei dem ich auch viele interessante Dinge und Orte gestoßen bin. Doch ich will die nichtfußballaffinen Leser und Leserinnen damit an dieser Stelle nicht langweilen, und wer neugierig ist auf meine Erlebnisse abseits des Fahrradsattels, der wird an dieser Stelle bedient: http://www.zeitspiel-magazin.de/suedamerikas-fussballmetropolen-montevideo.html.

Fahrrad fahren bleibt natürlich auch nach der Südamerikatour ein wesentlicher Bestandteil meines Alltags. Allerdings zunächst ein wenig auf kleinerer Flamme. Das heißt nun nicht unbedingt, dass es weniger spannend wird. So habe ich mich beispielsweise für den 11. April 2015 zum Radklassiker Paris – Roubaix angemeldet, bei dem es über 141 Kilometer u.a. rund 32,5 Kilometer lang über die gefürchteten Kopfsteinpflasterpassagen  geht – darunter der Wald von Aremberg und andere Klassiker. Das Jedermannrennen (http://www.sport.be/parisroubaix/2015/fr/nieuws/article.html?Article_ID=711768) findet einen Tag vor dem Rennen der Profis statt und führt über dieselbe Strecke. Auch Hannover mit der VeloChallenge steht, wie eigentlich jedes Jahr, für mich auf dem Programm, wohingegen ich die Göttinger Tour d’Energie leider verpassen werde – an dem Wochenende haben meine Bristol Rovers ihr letztes Saisonspiel, und ich bin hoffentlich dabei, wenn die Meisterschaft klargemacht wird.

Für den Sommer ist dann zudem eine Pyrenäendurchquerung in Planung. Das sind nun zweifelsohne Abenteuer, die eher diesseits der Komfortzone stattfinden und “gemütlich” sind (na ja, bei Paris-Roubaix wird sich das noch zeigen…). Aber auch Jenseits der Komfortzone werde ich in der Zukunft sicher mal wieder reinschauen – es war vermutlich kein Zufall, dass mir in den letzten Tagen in Montevideo ein Buch in die Finger fiel, in dem es um eine Radreise entlang der Seidenstraße ging… ;-)

In diesem Sinne, hasta pronto von Euerm hardy cyclist

P.S.: Hier noch ein zwei Links zu weiteren Zeitungsartikeln, die bereits erschienen sind

Manager Magazin: http://www.manager-magazin.de/lifestyle/fitness/radrennen-anden-trail-11-000-kilometer-spaeter-a-1008736.html

Die Zeit: http://www.zeit.de/reisen/2014-12/argentinien-suedamerika-andes-trail-ushuaia

Notizen vom Ende der Welt

Die Party möge beginnen.

Die Party möge beginnen.

Das Ankommen geht dann ganz plötzlich. Erst sind es immerhin noch 100 Kilometer, dann nur noch 50, 30, 20, 10 und eine Kurve später steht man auf einmal vor diesem Schild: USHUAIA.

Viereinhalb Monate nach dem Start von The Andes Trail am Äquator in Quito sind wir in der südlichsten Stadt der Welt angekommen. Es gibt noch eine kleine Piste, die ein paar Kilometer weiter in den Westen führt, und einen Hauch weiter südlich liegt das chilenische Puerto Williams, doch außer das „südlichste Postamt der Welt“ hat man dort nicht allzu viel zu bieten. Zudem befindet sich eine Menge Wasser dazwischen…

Die letzten beiden Fahrtage waren noch einmal intensiv und leider auch mit einem dicken Schatten versehen. Am ersten Tag nämlich wurde unsere Mitradlerin Michelle von einem Auto angefahren. Sie hatte jedoch einen tollen Schutzengel an der Seite, denn außer jede Menge Prellungen ist ihr “nichts” passiert. Wenn man sich ihr Fahrrad anschaut, scheint das unglaublich. Sie war auf der rechten Fahrbahnseite unterwegs, als ein PKW überholte und dabei viel zu nah an ihrer Fahrspur fuhr. Der Fahrer erwischte ihr Hinterrad, Michelle flog im hohen Bogen durch die Luft, knallte auf die Windschutzscheibe und landete wundersamerweise ohne auch nur einen einzigen Knochenbruch im Straßengraben. Ihr Unfall war ein Schock für uns alle, der uns noch einmal deutlich machte, auf welch dünnem Grat wir hier wandeln. Zumal auf Feuerland plötzlich wieder diese Autofahrerseuche des ohne-Abstand-überholen aufgetaucht ist, die wir seit Bolivien nicht mehr gehabt hatten. Auch mir stockte in den letzten beiden Tagen so manches Mal der Atem, wenn ein Auto oder ein Laster in wahrlich greifbarer Nähe an mir vorbeirauschte. So gingen unsere Gedanken gestern am letzten von 140 The-Andes-Trail-Tagen zu Michelle, die immerhin auf dem Truck mitfahren konnte und von uns auf einem Fahrrad sitzend über die Zielgerade geschoben wurde.

Michelles total zerstörtes Rad.

Michelles total zerstörtes Rad.

Abgesehen davon gab es diverse weitere Andrenalinschocker. Die Abfahrt aus Río Grande wurde zum Sturmspektakel. Wütend rüttelte der ewige Wind an unseren Rädern, und weil es auf den ersten 15 Kilometern direkt in Richtung Westen – und damit in den Wind – ging, stand zunächst harte Arbeit an. Fast anderthalb Stunden brauchte ich für die Distanz, ehe die Straße den ersehnten Knick machte und der Wind fortan leicht seitlich von hinten kam. Schlagartig wechselte meine Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h auf 30 km/h, flogen die Kilometer mal wieder nur so vorbei. Wir pedalierten am Atlantik entlang durch eine recht unspektakuläre Landschaft, die den Augen wenig Abwechslung bot. Die brachte dann nach dem Lunch eine erneute Kurve, die uns frontal in den Seitenwind führte und abermals zu erhöhtem Arbeitsaufwand zwang. Zudem wurde die Landschaft welliger, gab es einige Höhenmeter zu sammeln – das hatten wir auch schon lange nicht mehr. Im Ziel an einem herrlichen See nahe Tolhuin tobte sich der Wind dann noch einmal mit voller Kraft aus und ließ uns alle gehörig mit unseren Zelten kämpfen, die wohl am liebsten zu Drachen geworden wären. Nachdem es mir gelungen war, meinen „Drachen“ zu zähmen und am Boden zu verankern, bezog ich zugleich Zuflucht darin, denn der Wind war wahrlich eisig. Patagonien eben.

Und weiter ging die Reise durch das Land der letzten Dinge. Das letzte gemeinsame Abendessen, das letzte gemeinsame Frühstück, zum letzten Mal das Zelt einpacken und vor allem: zum letzten Mal auf die Fahrräder. Uns allen war ziemlich euphorisch-mulmig zumute, als diese in viereinhalb Monaten so tief eingeschliffene Routine dafür sorgte, dass wir pünktlich um 8.30 Uhr zum letzten Mal bereitstanden, um auf Robs „Vamos!“ zu starten. Noch 107 Kilometer, dann sollte das große Abenteuer zu Ende gehen.

Start in den letzten Tag - unser Teamchef Rob verlässt als Letzter das Camp.

Start in den letzten Tag – unser Teamchef Rob verlässt als Letzter das Camp.

Uns als ob Patagonien für die letzten Wochen etwas gut zu machen hätte, zeigte sich das Wetter ungewohnt in allerbester Laune. Strahlend blauer Himmel, ein für hiesige Verhältnisse bestenfalls als „laue Brise“ zu bezeichnender Westwind, Temperaturen, die nicht nur das Tragen von kurzen Hosen nötig machte, sondern sogar Hoffnung auf kurzärmlige Trikots im weiteren Verlauf des Tages aufkommen ließen. Auch das Profil ließ uns vergessen, dass wir in Patagonien sind. Zwei dicke Anstiege standen an, und es sah fast so aus, wie es in Ecuador und Peru tagtäglich ausgesehen hatte: erst hoch, dann runter, dann wieder hoch und noch einmal runter. Auch landschaftlich zeigte uns Patagonien ein Gesicht, das wir noch gar nicht gesehen hatten, denn zum letzten Mal bäumen sich die Anden hier unten so richtig auf, ehe sie im Gewusel des Meeres verschwinden. Dicht bewaldet, mit herrlich blauen Seen mittendrin, schneebedeckte Gipfel und lange, sanfte Anstiege – es war ein perfekter Abschluss für ein Radrennen, das über die längste Bergkette der Welt führt.

Ein Profil fast wie aus alten Ecuador-Tagen.

Ein Profil fast wie aus alten Ecuador-Tagen.

Allerdings war es auch schweißtreibend, zumal uns der blaue Himmel und die strahlende Sonne erhalten blieben, das kurzärmlige Trikot schließlich tatsächlich herausgekramt werden musste. 30 Kilometer vor Ushuaia wartete dann ein letztes Mal der Lunchtruck auf uns. Nachdem dort gegen 14:30 Uhr alle eingetroffen waren ging es im Konvoi weiter in Richtung Ende der Welt. Und dann war sie plötzlich da, die Stadtgrenze von Ushuaia. Ich sah den Namen, ich sah das Meer dahinter, in mir rief eine Stimme „du bist da!“ – doch verstehe konnte ich nichts. Es ist wohl dieses berühmte „der Weg ist das Ziel“, das bei einem Langzeitabenteuern wie diesem verhindert, dass man das Erreichen des Ziels im entscheidenden Moment tatsächlich begreift. Stattdessen sind da Leere, Erleichterung,  Wehmut, Rührung – eine Mischung, die mit Worten kaum (oder gar nicht?) zu beschreiben ist. Gottseidank war ich jedoch umringt von Menschen, die dasselbe durchgemacht haben, und so lagen wir uns alle juchzend und heulend in den Armen, nachdem wir schließlich auch noch die letzten drei Kilometer bis zum Stadtzentrum überwunden hatten und vor dem berühmten „Fin del Mundo“-Schild endlich im Ziel waren.

approaching Ushuaia...

approaching Ushuaia…

Das ersehnte „Finish“-Schild durchfahrend, stoppte mein Bikecomputer bei exakt 10.149,17 Kilometern, stieg ich zum letzten Mal vom Rad und ließ Gefühlen wie Emotionen freien Lauf. Ein kühles Bier half, das Ganze unter Kontreolle zu halten, doch nachdem sich die erste Erleichterung gelegt hatte, übernahm vollends ausgelassene Freude die Regie. Wild knipsend wuselten wir um uns herum, ließen die Gesamtbesten hochleben und uns alle sowieso, denn gewonnen hatte zwar James, gewonnen hatten aber vor allem: wir alle!

Ja!

Ja!

Der Rest des Nachmittags verlief eher nüchtern. Die organisierten Kartons für unsere Fahrräder waren entweder viel zu klein (da passten bestenfalls Kinderräder rein…) oder ziemlich kaputt, was das Verpacken unserer Velos deutlich erschwerte. Fluchtend bastelten wir uns Notbehelfe und hoffen nun, dass unsere entsprechenden Fluggesellschaften schonend genug mit dem fragilen Gepäck umgehen werden. Bezüglich meiner Kiste hoffe ich das gleich doppelt, denn in der Box lagern diverse wohlgepolsterte Kaffeebecher, die es hoffentlich ebenfalls heile heim schaffen.

Für mich geht es morgen weiter nach Buenos Aires, wo ich den ersten Stadionbesichtungstag einlege und hoffe, Huracán, Racing, Independiente, Boca Juniors und Arsenal an einem Tag besuchen zu können. Donnerstag geht es über den Río de la Plata nach Montevideo, wo ebenfalls Spurensuche in Sachen Fußball ansteht. Und zum Jahresende lockt dann auch die winterliche (?) Heimat wieder, auf die ich mich schon sehr freue.

Ich melde mich in den nächsten Tagen sicher noch einmal mit ein paar abschließenden Gedanken, will aber die Gelegenheit nutzen und mich ganz herzlich bei allen Leserinnen und Lesern für Eure Aufmerksamkeit und die zahlreichen Rückmeldungen zu bedanken. Mir hat es jedenfalls ordentlich Spaß bereitet, Euch von unseren hiesigen Erlebnissen zu berichten und Euch ein klein bisschen von dem zu vermitteln, was wir so “durchmachten” bzw. genoßen. Ein paar Geschichten habe ich Euch übrigens noch gar nicht erzählt – die kommen dann im Buch zur Tour, das im Herbst beim Verlag Die Werkstatt erscheinen wird. Danach werde ich auch wieder mit einer Bilder- und Videoreise unterwegs sein. Fix sind bereits Termine in Dresden, Chemnitz (beide Dezember), Hamm/Westfalen (noch nicht terminiert), Göttingen (Fernwehfestival im Januar) sowie Duderstadt (November). Vielleicht sieht man sich da ja!

Bis die Tage, Euer hardy cyclist

so eine Tour ist auch eine Quelle der Freundschaft - hier mit Barry aus Australien

So eine Tour ist auch eine Quelle der Freundschaft – hier mit Barry aus Australien

... mit Kristin und Hilde von "Team Norway"

… mit Kristin und Hilde von “Team Norway”

... beim Abschlussbier mit Buck

… beim Abschlussbier mit Buck

mit meiner Sister ("the second and only) Michelle

…mit meiner Sister (“the second and only”) Michelle

und mit James vor dem Nationalpark Torres del Paine.

…und mit James vor dem Nationalpark Torres del Paine.

Verkehrstote bekommen auf Feuerland einen Stern...

Verkehrstote bekommen auf Feuerland einen Stern…