Sonntag zu Gast bei DAS! im NDR-Fernsehen

Veröffentlicht: März 14, 2013 in Uncategorized

Das rote Sofa lockt!

Am kommenden Sonntag bin ich live zu Gast bei DAS! im NDR-Fernsehen und darf auf dem berühmten roten Sofa Platz nehmen. Von 18.45 Uhr bis 19.30 Uhr geht es vor allem um die Tour d’Afrique und mein Buch dazu.

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/gaeste/dasgaeste100_page-7.html

Und: ich bin nun bei Facebook auch mit einer eigenen Seite vertreten und freue mich über jedes “gefällt mir”: http://www.facebook.com/pages/Hardy-Gr%C3%BCne/141004922734814?ref=hl

The Slow Way Down“ hat Gerald Coniel sein Buch über das Abenteuer Tour d’Afrique genannt, die er 2010 mitgefahren ist. Auf 276 Seiten berichtet der gebürtige Franzose über seine Erfahrungen beim längsten Radrennen der Welt.

Coniel, der lange in Südafrika lebte und seit einiger Zeit in Finnland zuhause ist, schreibt auf Englisch und er schreibt sehr anschaulich und höchst unterhaltsam. Als ich mich 2010 auf meine Tour d’Afrique vorbereitete, war es sein Blog, den ich förmlich verschlang. Coniel hat einen guten Blick für Details und einen leichten Zugang zu den Menschen, was ihm einen umfassenden Eindruck von Afrika ermöglichte. Auch sein Buch lebt von diesen Begegnungen, die er unterwegs hat, und von den Reflektionen über sein Dasein als afrikadurchquerender Radfahrer. Das macht sein Werk höchst lesenswert, und für jeden, der selbst über die Tour d’Afrique nachdenkt ist es eine wertvolle Informationsquelle.

Zugleich zeigt es, wie unterschiedlich man die Tour d’Afrique wahrnehmen kann. Wo ich mit einem Crossrad unterwegs war und mich vor allem auf asphaltierten Straße wohlfühlte, ist Coniel leidenschaftlicher Mountainbiker, der bisweilen sogar die Asphaltstraße verlässt, weil sie ihm zu langweilig ist. Seine stärksten Momente hat er folglich off-road und brilliert vor allem in Kenia und Nambia. Zudem ist er einer der wenigen Fahrer, der die Durchquerung des Dinder-Nationalparks im Süden des Sudans bewältigt und damit seinen EFI verteidigt.

EFI ist ein anderes Ding, das Coniel und mich unterscheiden. Nachdem ich diesen Status, den nur erhält, wer von Kairo bis Kapstadt jeden Zentimeter auf dem Rad sitzend absolviert hat (EFI: every fabulous inch), bereits im Sudan wegen eines Durchfalls verlor, verteidigt Coniel ihn voller Leidenschaft und bisweilen geradezu mit Klauen. Mitunter schüttelt man den Kopf, wenn Coniel seine angeschlagene Gesundheit vor dem mitreisenden Tourarzt zu verbergen versucht, weil er fürchtet, nicht weiterfahren zu dürfen, wenn er mit Blut im Urin weiterfährt und all seinen Focus auf die Verteidigung des EFI-Statuts verwendet. Das zeigt, wie schwierig der Konflikt zwischen Vernunft und Mut auf der Tour d’Afrique ist. Für Coniel zahlt es sich aus, denn er verteidigt seinen EFI-Status bis zum Ziel.

Auch in der Attitüde Afrika gegenüber sind deutliche Unterschiede festzustellen. Ich bin ja eher „low budget“ gereist und habe überwiegend im Zelt übernachtet, bin selten in Hotels gegangen und niemals in jene Nobelherbergen, die es vereinzelt in Afrika gibt. Coniel ging genau den entgegengesetzten Weg: er suchte Komfort, wo immer er zu finden war. So hat er sicherlich zwei Drittel der Tour in Hotels verbracht und kehrte auch während der Etappen immer wieder in Luxusresorts ein. Das ist sicherlich Geschmacksache, denn jeder hat seinen eigenen Weg, wie er mit der Herausforderung Afrika in Sachen Komfort umgeht.

Großen Raum nimmt in Coniels Erzählung der zwischenmenschliche Umgang im Fahrerfeld ein. Gemeinsam mit anderen Fahrern bildet er eine eingeschworene Gruppe („Locker 9 club“), die ein Team innerhalb des Team bildet. So erfährt man viel über die große Bedeutung des Miteinanders auf der Tour d’Afrique, aber auch über die Probleme.

Im letzten Drittel der Tour – und des Buches – nehmen diese internen Berichte zunehmend größeren Raum ein, rückt Afrika allmählich in den Hintergrund. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen, denn ab Sambia gab es viele Tage, die von einer gewissen Langeweile geprägt waren und in denen man vergleichsweise wenig erlebte und entsprechend kaum etwas zu berichten hatte.

Coniels Buch gibt einen schönen Einblick in das Abenteuer Tour d’Afrique. Sein schwungvoller Schreibstil voller Selbstironie macht das Lesen zum Vergnügen, und Coniel versteht es auch prima, das Leiden und die Herausforderungen auf den vier Monaten Extremtour zu vermitteln.

Sein Buch liegt nur in englischer Sprache vor. Der Beug erfolgt direkt über den Autor (19,90 Euro plus 5 Euro Porto) unter http://theslowwaydown.com/
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Winterzeit – Traumzeit. Während draußen der Winter einfach nicht weichen will, planen Rennradfahrer schon mal ihre Saison durch. Hier ein Jedermann-Rennen, dort ein Challenge und als ganz besondere Herausforderung vielleicht die Alpenüberquerung oder einen Bergmarathon – die mutige (bis übermutige) Planung ist elementarer Bestandteil der Saison.
alles-rower Rainer Sprehe, Gründer und Chef des auf Radsportthemen spezialisieren Covadonga Verlag, kam im Frühjahr 2011 bei einer Wintertour durch das nasskalte Ostwestfalen auf eine ganz andere Idee: Die Strecke der berühmten Friedensfahrt Warschau-Berlin-Prag abzupedalen. Die Friedensfahrt war DAS Radsportereignis im einstigen Ostblock. Es ist ein typisches Sportevent aus einer Zeit, als die Bilder noch schwarz-weiß waren und der Sport noch nicht völlig von ökonomischen Bedingungen geprägt war. Stattdessen war es die Politik, die der Friedensfahrt ihren Stempel aufdrückte. Daher auch der Name, denn die Friedensfahrt war auch eine Antwort auf den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg. Sie sollte zur Völkerverständigung beitragen, geriet dabei aber in die Auseinandersetzungen zwischen Ost und West. Wenngleich Rennfahrer aus den sozialistischen Ländern Osteuropas dominierten, waren aber immer wieder auch Gastfahrer aus dem Westen dabei.

Fast 60 Jahre nach der ersten Friedensfahrt machte sich Sprehe im Mai 2011 auf den Weg in das Abenteuer und nahm sich die originale Friedensfahrt-Route von 1952 unter die Reifen. Ein klassisches Bild gab er dabei nicht ab – sämtliche Ausrüstungsgegenstände waren an seinem Rad, das entsprechend eher ein Packesel als ein schnittiges Rennrad war. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie und einer schönen Beobachtungsgabe für das eigene Empfinden und für Landschaft wie Menschen erzählt Sprehe eine bisweilen witzige, bisweilen atemberaubende und immer unterhaltsame Geschichte. Man leidet mit dem Autor, wenn er sich durch den wahnwitzigen Autoverkehr Polens kurbelt oder in Niederschlesien in einen üblen Spätwintereinbruch gerät, man zittert mit ihm, wenn er sich abends auf die Suche nach einer Pension immer neuen Abenteuer stellen muss.

Unterwegs trifft er viele Menschen, die unterschiedlich auf ihn reagieren. Die Reaktionen reichen von Verständnis, glühenden Erinnerungen an vergangene Friedensfahrten und Verklärungen bis hin zu Unverständnis. Denn auch – und vielleicht gerade – im Osten hat das Lebenstempo in den letzten 20 Jahren enorm zugenommen, ist ein Radreisender ein Anachronismus im alltäglichen Verkehrswahnsinn, der ständig um seine Fahrspur kämpfen muss und oft genug als störend empfunden wird. Amüsant seine Bemühungen, den diversen Sprachherausforderungen zu trotzen, die letztendlich jedoch auch immer wieder zu oft herzlichen Begegnungen mit Einheimischen führen. Daher stammt im Übrigen auch der Buchtitel „Alles Rower“ – Rower ist das polnische Wort für Fahrrad. Spannend ist dabei Sprehes Sichtweise als „Wessi“ im Osten, der auf beiden Seiten immer wieder für Erstaunen sorgt.

Sprehe erzählt aber nicht nur von den Mühen des Radelns, sondern lässt die Geschichte und die Höhepunkte der Friedensfahrt nebenbei abspulen. Wo immer er ist, hat er schöne Geschichten aus 60 Jahren Tourgeschichte zu erzählen. Geschichten, die Männer wie Täve Schur und Ryszard Szurkowski schrieben, Geschichten, die wie bei der Tour de France vor allem das Publikum entlang der Strecke schrieb. So entstand ein Geschichtsbuch im Reisebuch, was die Beschreibungen von Sprehes Tour noch anschaulicher und lesenswerter macht.

Sprehe ist ein Sprachkünstler, der mit schönen Bildern arbeitet und gerne zum Stilmittel der Ironie greift. Den Leser erwartet also keine nüchterne Beschreibung einer Radreise sondern ein peppiger und selbstironischer Bericht über ein Abenteuer, das wie aus der Vergangenheit wirkt, vom radelnden Autor aber mit einem gewissen Stoismus erfolgreich in die Gegenwart transportiert wird. Fazit: Ein überaus lesenswertes Buch, das Lust auf eigene Radreiseerfahrungen macht und hilft, den langen Winter träumend zu überstehen.

Rainer Sprehe
Alles Rower? Ein Wessi auf Friedensfahrt
Covadonga Verlag
ISBN 978-3-936973-70-9
384 Seiten, 16,80 Euro

Bilder- und Videoabend Tour d’Afrique

Veröffentlicht: Februar 1, 2013 in Uncategorized

Die ersten Termine für einen rund 90-minüten Bilder- und Videoabend über die Tour d’Afrique stehen nun fest:

Freitag, 22. Februar, 19 Uhr, Fahrrad Beckmann, Marktstraße 4, Duderstadt (Eintritt: 5 Euro)
Dienstag, 26. Februar, 19 Uhr, Vereinsheim Tuspo Weende, Springstraße 115, Göttingen-Weende (Eintritt: 5 Euro)
Montag, 22. April, 20,30 Uhr, Radsport von Hacht, Breitenfelder Str. 9, Hamburg (Eintritt 7 Euro, im Rahmen der Vattenfall Lesetage)

Weitere Termine (vor allem im Herbst 2013) sind in der Pipeline. Wer eine Veranstaltung mit mir machen möchte, kann sich gerne unter hallo@hardy-gruene.de melden

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Das Buch zur Tour ist da!

Veröffentlicht: Januar 18, 2013 in Uncategorized

Ab sofort im Handel: 280 Seiten täglicher Afrika-Wahnsinn im schönen Hardcover mit Bildern und Karten. Das Ganze für 19,90 Euro im Buchhandel (Verlag Delius-Klasing, ISBN: 978-3-7688-5345-3). Wer eine signierte Ausgabe haben möchte bitte per E-Mail an hallo@hardy-gruene.de (inkl. Porto 21,50 Euro). Am Mittwoch, den 23. Januar gebe ich in den Büroräumen des Verlages Die Werkstatt (Lotzestr. 22a, Göttingen) eine kleine Signierstunde.

Termine zur Bilderreise über die Tour folgen demnächst. Wer eine Veranstaltung mit mir machen möchte – bitte Mail an hallo@hardy-gruene.de.

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Das Buch zur Tour d’Afrique

Veröffentlicht: Januar 4, 2013 in Uncategorized

Endlich ist es soweit: am 21. Januar erscheint “meine” Geschichte während der Tour d’Afrique in Buchform. “Jenseits der Komfortzone” heißt es im Untertitel des Buches, das im Delius-Klasing-Verlag erscheint und überall im Buchhandel erhältlich sein wird.

Auf 272 Seiten erzähle ich darin meine Erlebnisse während der Tour 2011. Insgesamt 40 Farbseiten mit Bildern sowie Landkarten gibt’s außerdem.

Eine Vortragsreise mit Bildern, Videos und Lesebeispielen aus dem Buch ist derzeit in Planung. Fix sind bereits der 8. Februar bei Fahrrad Beckmann in Duderstadt sowie der 22. April bei den Vattenfall-Lesetagen in Hamburg. More to come!

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Bild  —  Veröffentlicht: Dezember 24, 2012 in Uncategorized